Michael Knuth (derzeit Spvgg Groß-Umstadt) wird ab Sommer 2016 das Traineramt beim TSV Seckmauern übernehmen, nachdem der derzeitige Trainer Mariusz Rutkowski aus familiären Gründen (Ende März steht weiterer Nachwuchs an) sein Amt zum Saisonende zur Verfügung stellte. Mit Michael Knuth verpflichtet der TSV Seckmauern einen lizenzierten Fußballtrainer, der schon bei seinen bisherigen Trainerstationen beachtliche Erfolge aufzuweisen hat.

rutkowski knuth neuMariusz Rutkowski (li) und Michael Knuth

 

 


Rückblick mit einem lachenden Auge

FUSSBALL Aufsteiger TV Fränkisch-Crumbach geht das Unternehmen A-Liga Odenwald mit bescheidenem Ziel an

FRÄNKISCH-CRUMBACH - (nik). Wenn sich Fränkisch-Crumbachs Fußball-Abteilungsleiter Thomas Henschke an die zurückliegende Spielzeit zurückerinnert, dann mit Freude: In der Kreisliga B reichte die Vizemeisterschaft zum lang ersehnten Aufstieg in die A-Liga.

Und mit dem Pokalsieg feierte der TV Fränkisch-Crumbach nicht nur seinen größten Erfolg in der Vereinsgeschichte, sondern zog auch in die erste Runde des Hessenpokals ein.

"Sicher wäre es perfekt gewesen, wenn wir auch die B-Liga-Meisterschaft für uns entschieden hätten. Diesen Anspruch hatte unsere Mannschaft von Beginn an, aber der FC Finkenbach war in diesen beiden Partien gegen uns einfach ausgefuchster und das erkennen wir natürlich an", unterstreicht der Thomas Henschke. Alles reduzierte sich in der vergangenen Spielzeit auf diese beiden Spitzenbegegnungen, die der FC Finkenbach zuerst auswärts 2:1 gewann und nach der Winterpause vor eigenem Publikum sogar mit 3:0 für sich entschied.

"Der FCF hat in diesen zwei Spielen alles gewonnen und wir alles verloren, denn am Ende waren es genau die sechs Punkte, die uns zur Meisterschaft fehlten." Henschke bescheinigt dem Kontrahenten die größere mentale Stärke: "Spielerisch war der FC nicht besser,. Wir hatten in beiden Spielen eine Blockade im Kopf, von der wir uns nicht freispielen konnten. Wir trafen alles, besonders das Aluminiumgehäuse - nur nicht ins Tor. Spielerisch waren wir vielleicht sogar die beste Mannschaft der gesamten Spielklasse, was unsere erzielten 130 Tore auch dokumentieren."

Wichtiger war der erstmalige Triumph im Kreispokal des Odenwaldes, wo sich der Turnverein gegen ausschließlich höherklassige Mannschaften durchsetzte und im Endspiel gegen den damaligen A-Liga-Tabellenführer Inter Erbach gewann. Henschke: "Ich weiß, irgendwie klingt es absurd, aber gegen die besten Kreisteams setzten wir uns im Pokal durch, schaffen es anschließend aber nicht, die beiden alles entscheidenden Begegnung in der B-Liga für uns zu entscheiden und verkrampfen auch gegen andere. Die Erklärung ist dennoch recht einfach. Während in der B-Liga die Teams sich häufig in der eigenen Hälfte einigelten und schlicht nicht gewillt waren mitzuspielen und wir deswegen häufig ein sehr kräftezehrendes Spiel aufziehen mussten, das uns nicht nur körperlich ermüden ließ, taten uns die klassenhöheren Mannschaften den Gefallen, den Schlagabtausch mit uns zu suchen. Im Pokal konnten wir unsere schon gewonnene spielerische Reife richtig ausreizen. Das waren alles Fußballfeste, die in einem Riesenvergnügen endeten."

Aber nicht nur dieser Erfolg trägt die Rodensteiner in die nächste Spielzeit, auch Trainer Markus Ahlf ist vielleicht das größte Faustpfand, das der Klub derzeit vorweisen kann: "Er macht jeden einzelnen Spieler besser, vermittelt spielerisches Niveau und ist der ruhende Pol, eben auch in stürmischen Zeiten, wenn nicht alles nach Plan läuft"

Spektakuläre Neuzugänge kann der Aufsteiger nicht präsentieren, sieht man einmal von der Verpflichtung von Torwart Roland Denzel vom Verbandsligisten FCA Darmstadt ab. Zwei A-Jugendliche und Rückkehrer Gennaro Di Matteo sowie Daniel Nessen vom Darmstädter A-Ligisten SG Modau werden den Crumbacher Kader ergänzen. Besonders von Di Matteo verspricht sich Thomas Henschke einiges: "Er spielte zuletzt als hängende Spitze und ist mit seinen läuferischen Qualitäten eine große Bereicherung für unser Spiel."


Der personelle Aderlass zur neuen Saison fällt dagegen gering aus, ist aber bedeutsam: Mit Abwehrchef Patrick Sudheimer und Marco Stenger gehen zwei Korsettstangen in der Vierer-Abwehrkette verloren. Wo der Aufsteiger zur neuen Runde stehen wird, kann Thomas Henschke nicht wirklich einordnen: "Wir wollen uns recht schnell akklimatisieren und können nach dem Testspiel gegen den A-Ligisten SV Hahn, das mit 0:1 verloren, wir aber eigentlich 4:1 hätten gewinnen müssen, recht zuversichtlich in die nächste Spielzeit gehen". Es zählt nur der Klassenerhalt.

 

 


FV Mümling-Grumbach – TSV Seckmauern 3:4 (2:2)
Tore: 0:1 D.Hener (18.), 1:1 Floros (19.), 1:2 Kurek (33.), 2:2 P.Kepper (38.), 2:3 Kurek (80.), 3:3 Besler (81.), 3:4 Gessner (82.)
Besonderheit: gelb/rot für Dario Hener (TSV/39.) // Hörr (Grumbach) verschieß Foulelfmeter (78.)
FV Mlg-Grumbach: Reichmann, Besler, Weichel, Volk (27.J.Kepper), Floros, Speclhardt, P.Trippel (90.+4 Horn), Jung, Hörr, Weyrich
TSV Seckmauern: S.Hartmann, Friedrich, Hofferbert, S.Hillerich, L.Siebenlist (60.Gessner), Balonier, D.Hener, Verst, Kurek, Breunig, Wüst

Beide Mannschaften spielten mit offenem Visier, geizten nicht mit tollen Spielzügen, lieferten sich verbissene Zweikämpfe. Jeder Spieler war nach den 90 Minuten „platt“. Die Zuschauer kamen in diesem Pokalspiel voll auf ihre Kosten. Am Ende verdiente sich Seckmauern diesen Sieg wegen seines engagierten Auftretens bei den guten Grumbachern redlich, zumal der TSV 55 Minuten lang in Unterzahl spielen musste. Dario Hener reklamierte in der 38. Minute den 2:2-Ausgleich der Grumbacher allzu heftig beim Unparteiischen, so daß ihm Thomas Kollerer (Fehlheim) innerhalb weniger Sekunden zwei Mal die gelbe Karte zeigte, was automatisch den Spielausschluß nach sich zog.

Bilder vom Spiel hier....

pokal freude gessner 4 3Freude nach Gessners 4:3-Siegtreffer

 

 

(aus echo-online.de vom 25.07.15)
An den Stellschrauben wird noch gedreht

FUSSBALL Der TV Hetzbach visiert in der A-Liga Odenwald einen Platz unter den besten Fünf an

HETZBACH - (nik). Am Ende waren es zwölf Zähler Rückstand zu den Aufstiegsrängen, die dem TV Hetzbach in der Fußball-Kreisliga A Odenwald fehlten, um erneut im Aufstiegsrennen ein Wörtchen mitreden zu können. In der neuen Saison wollen die Spieler um Trainer Husam Sanori wieder angreifen.

In den beiden Spieljahren zuvor war der Turnverein aus Hetzbach in der A-Liga Odenwald ein heißer Kandidat für den Aufstieg und drang sogar in der Saison 2013/2014 bis in die Aufstiegsrelegation vor, wo aber der Sprung in die Kreisoberliga doch relativ deutlich verpasst wurde. "Das Erbe, das ich da von meinem Vorgänger Rainer Hallstein angetreten habe, war sicherlich nicht einfach", erklärte Hetzbachs Trainer Husam Sanori, der im Sommer 2014 auf den in Hetzbach sehr geschätzten Günterfürster beim Turnverein folgte. "Rainer hat mir eine intakte Mannschaft hinterlassen, die ich im Spielsystem weiterentwickeln wollte." Husam Sanori ging die Umbauarbeiten recht erfolgreich an, stellte auf eine Vierer-Abwehrkette um, ließ im Mittelfeld mit Raute agieren und den schnellsten Weg zum Tor suchen. Die Mannschaft nahm die Umstellungen gut an.

In der Hinrunde lief es dann auch recht gut, bis sich in dem verhältnismäßig kleinen Kader die erste schwere Verletzung auftat: Dennis Vay, in der Raute auf der Zehnerposition, verletzte sich derart schwer, dass er lange Zeit zuschauen musste. Wie es bei einer Systemumstellungen völlig normal ist, blieben die Sanori-Schützlinge bis zur Winterpause von Rückschlägen nicht verschont. Als die Verletzten-Liste immer länger wurde, gab es vor der Winterpause die ersten beiden Einbrüche zu beklagen: Einer 1:5-Niederlage bei Herbstmeister Inter Erbach folgte ein 0:5 zu Hause gegen die KSG Rai-Breitenbach.

Ganz bitter war auch der Kreuzbandriss von Außenverteidiger Jan Eric Schwinn, der wohl den präzisesten linken Fuß in der gesamten Spielklasse besitzt und 15 Tore für den Turnverein beisteuerte.

"So fehlten mir an mehreren Spieltagen bis zu vier Leistungsträger, und diese Ausfälle waren einfach nicht mehr zu kompensieren", berichtet der Hetzbacher Coach von einer Misere, die ihre Fortsetzung nach der Winterpause fand und die die Mannschaft bis zum letzten Spieltag zwang, ständig mit wechselnden Aufstellungen zu agieren. "Diese Situation rüttelte am Selbstvertrauen meiner Mannschaft". Zum Auftakt in die Restrunde gewann die Hetzbacher Elf noch in Reichelsheim 4:0, danach blieb sie allerdings neun Spieltage ohne Sieg. Plötzlich klebte auch dem jahrelang zuverlässigsten Torjäger der A-Liga, Steffen Wörner (21 Tore), die viel zitierte Seuche am Fußballschuh. Hätte er seine Chancen konsequent genutzt, wäre er wohl am Ende ganz oben in der Torschützenliste gelandet. Hetzbachs Fußballmannschaft schloss die Spielzeit schließlich auf Rang sieben ab.

Viel wichtiger als der einstellige Tabellenplatz war, dass es Husam Sanori gelungen ist, die Grundlagen für das neue Spielsystem zu legen. "Wir müssen noch ein wenig an den Stellschrauben drehen, besonders aber eben besser antizipieren und mehr Tempo in unser Spiel bringen", umreißt der Trainer seine Arbeit der nächsten Wochen. Und neues Personal erhält Sanori ebenfalls: Sechs Nachwuchskräfte aus der Jugendspielgemeinschaft mit Günterfürst werden den Hetzbacher Seniorenkader bereichern. Auf dem Sprung vom Krankenstand auf den Platz ist auch der technisch stark veranlagte Christof Ihrig, der in zwei Wochen wieder ins Training einsteigen will, zum Rundenstart aber wohl noch nicht wieder die Startelf erreichen wird. "Unter der Voraussetzung, dass wir nicht wieder so eine Verletzungsmisere durchleben, müssen wir in der neuen Runde den Ehrgeiz besitzen, einen Platz unter den ersten Fünf anzustreben", meinte Sanori, wohl wissend, dass die A-Liga wieder enorm stark besetzt sein wird, weil einige Mannschaften personell gut aufrüsteten.

Das erste Testspiel gewann der TV Hetzbach beim B-Ligisten TSV Sensbachtal am vergangenen Freitag mit 2:1. Der Auftakt findet am 9. August (15 Uhr) vor eigenem Publikum statt, wenn die KSG Vielbrunn im Beerfelder Stadtteil gastieren wird.