Zum Karriereende von Marvin Friedrich nachstehend ein offener Brief der Fans an ihn.

 

marvin florian tim walldorfMarvin Friedrich (2.v.r.) am 31.8.2013 im A-Jgd-Gruppenligaspiel zuhause gegen RW Walldorf (2:3).Lieber Marvin,

 

nach den für Dich schwierigen letzten Monaten möchten wir dir auf diesem Weg einfach mal Danke sagen.

 

Es war ein Glücksfall für den TSV Seckmauern, als du im Juli 2013 zur A-Jugend kamst. Denn selten hat ein Spieler den TSV von der Jugend an so geprägt wie du. Du hast dich auf dem Platz nie geschont, hast als Abwehrchef Verantwortung übernommen und die Mannschaft über Jahre als Kapitän angeführt. Die gemeinsamen Aufstiege und Erfolge in der Gruppenliga bleiben fest mit deinem Namen verbunden.

 

Wie wichtig du für die Stabilität unseres Spiels und für das Gefüge der Mannschaft bist, hat sich nach deiner schweren Verletzung im vergangenen Jahr und in der schwierigen Schlussphase der letzten Saison noch einmal ganz deutlich gezeigt.

 

Mit Recht hast du dir während deiner aktiven Zeit in Fußballerkreisen den Ruf als absolut fairer und tadelloser Sportsmann erworben. Umso tragischer ist jetzt dein erzwungenes Ausscheiden im besten Fußballalter.

 

Wir danken dir herzlich für deinen jahrelangen, treuen Einsatz im blau-weißen Trikot und für alles, was du als Kapitän für das Team geleistet hast. Wir sind stolz auf Dich, dass du ein Teil der TSV-Familie warst und hoffen, dass du es bleiben wirst. Als Fußballer vermissen wir dich schon jetzt.

 

Für deine private und berufliche Zukunft wünschen wir dir nur das Beste. Auf dem Sportplatz bist du natürlich weiterhin gerne gesehen!

 

Deine Fans vom TSV Seckmauern

 

 


 

 

marvin friedrich karriereende(aus echo-online.de)
Nach Horrorverletzung: Seckmauerns Kapitän beendet Karriere
Kapitän, Vereinsmensch, Leitwolf: Der TSV Seckmauern muss in Zukunft auf Marvin Friedrich verzichten. Zumindest auf dem Platz. Nach seinem Kreuzbandriss beendet er seine Karriere.

 

Seckmauern. Knapp einen Monat ist es her, da verkündete Marvin Friedrich eine traurige Entscheidung. Der langjährige Kapitän des TSV Seckmauern hängt die Fußballschuhe an den Nagel. Karriereende nach seinem Kreuzbandriss. Ziemlich genau ein Jahr ist es her. Nach dem Aufstieg in die Fußball-Gruppenliga geht es am dritten Spieltag gegen den FC Fürth (1:1). Das Echo ist live vor Ort und überträgt die Partie. Es läuft die 6. Minute. Friedrich geht in ein Laufduell, der gegnerische Spieler passt in die Mitte, der Ball trifft Friedrichs Fuß, der daraufhin wegknickt und mit voller Wucht seitlich aufkommt. „Es war ein blöder Zufall“, will Friedrich niemandem einen Vorwurf machen. Schnell ist klar: Es handelt sich um einen Kreuzbandriss.

 

In seinem Fall sind das hintere und das vordere Kreuzband durch, dazu ist auch das Außenband betroffen. Ein in dieser Dimension einzigartiges Ausmaß. Für den 30-Jährigen war es die erste große Verletzung. „Und dann hat es mich einmal komplett erwischt“, sagt er. Friedrich wird bei einem Spezialisten in Heidelberg operiert, absolviert anschließend Reha und Physiotherapie. Doch Anfang des Jahres merkt er, dass sein Knie nach wie vor instabil ist. „Ich habe keine Kontrolle bei voller Streckung“, schildert er. Neben der Schwere der Verletzung erschweren Obeine die Heilung. Ein weiterer größerer Eingriff steht Friedrich daher noch bevor.

 

Marvin Friedrich spielt seit der A-Jugend in Seckmauern
Daher reift bei ihm mit der Zeit der Entschluss, dass das Risiko einer erneuten Verletzung selbst im Falle einer Heilung zu groß sei. „Die Entscheidung, mein Karriereende den Jungs dann mitzuteilen, war schon sehr emotional. Sie waren natürlich traurig“, sagt er. Auch für Friedrich bedeutet die Verletzung, nicht mehr seiner Leidenschaft, dem Fußball, nachgehen zu können. „Das macht schon etwas mit einem, wenn man so unfreiwillig herausgerissen wird“, gibt er zu. Denn der Verteidiger spielt seit der A-Jugend für den TSV, ist vom Jugendspieler zum Kapitän und Leitwolf gewachsen. „Ich kenne eigentlich nur das und habe mich immer wohlgefühlt“, sagt er. „Es hat gepasst – von den Leuten und der Infrastruktur.“ Kaum ein Verein steht schließlich so für Kameradschaft wie der TSV Seckmauern. Friedrich lebt das. Dreimal steigt er mit dem TSV in die Gruppenliga auf. „Vor allem die Relegationsspiele waren immer geil“, erinnert sich etwa gerne an den Erfolg vor großer Zuschauerkulisse gegen den TSV Höchst zurück.

 

Trainerjob beim TSV Seckmauern nicht ausgeschlossen
Im Raum stand auch, sich als Trainer oder Co-Trainer beim TSV einzubringen. Das schließt er für die Zukunft nicht aus. „Aber es macht keinen Sinn, eine Aufgabe zu übernehmen, wenn ich in absehbarer Zeit mich noch einmal einem Eingriff unterziehen muss“, erklärt Friedrich. Trotzdem ist der in Höchst lebende angestellte Ingenieur bei den Spielen seines Teams dabei, ist weiter Teil des Teams und „versucht zu pushen und zu unterstützen, wo es geht“. Der Elf von Lucas Oppermann traut er in der Kreisoberliga erneut eine starke Runde zu. „Wir hatten eine schwere Phase seit dem Winter. Jetzt müssen wir uns in der Kreisoberliga wieder etwas umstellen, haben einige Neuzugänge, aber das Potenzial ist riesig“, glaubt Friedrich an die Qualitäten seiner Teamkollegen, die nach drei Spielen auf Platz zwei rangieren. Und klar ist: Marvin Friedrich wird weiter mitfiebern mit seinem TSV. Nur eben nicht mehr auf dem Platz.

 

Marcel Storch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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08 August 2025

           

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