Maximilian Raitz erzielt in der Nachspielzeit das 3:3TSV Seckmauern - FC Alsbach 3:3 (1:1)
Tore: 1:0 Hener (10.), 1:1 Hwang (45.+1), 1:2 Kowalski (58.), 2:2 Hener (69.), 2:3 Turcanu (80.), 3:3 M.Raitz (90.+2)
Schiedsrichter: Luka Daniel Simic (Frankfurt/Main) - Zuschauer: 120
TSV Seckmauern: Schäfer, T.Eckert, Stapp, Strebel (34.M.Raitz), J.Prostmeer, Beck, L.Siebenlist, J.Fuchs (79.Alili), D.Hener, Wüst (58.D.Calis), Cetin (46.Diehl)
FC Alsbach: Bonias, Di Sciascio, Turcanu (90.+2 Weingärtner), Lohmann, Afzali (66.Schwalm), Kurz (81.Arfai), Kowalski, Dündar, Kappermann, Hwang, Karrer
Seckmauern möchte gegen die schon abgestiegenen Alsbacher den ersten Schritt zum wundersamen Nichtabstieg aus der Gruppenliga starten, geht mit entsprechend vielen Hoffnungen in diese Partie. Am Ende wird mit Ach und Krach ein Unentschieden erreicht, das Max Raitz erst in der Nachspielzeit sichert. Ein Sieg Seckmauerns ist durchaus möglich, aber auch über eine krachende Niederlage hätte sich der TSV nicht beschweren dürfen. Unzählige Male stehen die Gäste im Eins-gegen-Eins allein Keeper David Schäfer gegenüber. Entweder ist Schäfer Endstation oder die Alsbacher Stürmer verschießen kläglich.
Die Lage hat sich für Seckmauern nach diesem Spiel jetzt massiv verschlechtert. Schon am nächsten Sonntag könnte der Abstieg des TSV besiegelt sein, wenn man in Büttelborn nicht gewinnt und der SV Fürth Altheim schlägt. Dann ist kein Vorbeikommen mehr an Fürth, Geinsheim und Wald-Michelbach.
In den ersten 45 Minuten spielt sehr gut nach vorne, man merkt, die Mannschaft ist gewillt, das erste „Endspiel“ für sich zu entscheiden. Zeitweise wird der bis dahin biedere Gegner massiv in dessen Hälfte eingeschnürt. Schon nach drei Minuten muss Torwart Nikolas Bonias einen Schuß von Jason Fuchs zur Ecke klären. Noah Strebel verfehlt wenige Minuten später mit seinem Schuß das leere Tor (9.). Dafür gelingt Dario Hener die zu diesem Zeitpunkt verdiente Führung, als er eine Hereingabe ins Tor stochert (10.).
Seckmauern bleibt weiter klar überlegen, weitere Großchancen bleiben vorerst aber aus, weil meist der letzte Pass zu ungenau ist. Dafür gelingt Alsbachs Jan Turcanu beinahe der Ausgleich, doch Phil Stapp schlägt in letzter Minute den Ball von der Torlinie (29.). Dann spielt Hener Benjamin Wüst frei, der aus 8m den Torwart anschießt (32.).
Obwohl der Gegner sich mittlerweile öfters in der TSV-Hälfte aufhält, gibt der TSV chancenmäßig weiter den Ton an. Hener scheitert mit einem Kopfball an Bonias (35.), Schüsse werden im letzten Moment abgeblockt (40.), ein Solo schließt Joel Prostmeyer mit einem Schuß über das Tor ab (42.).
De kalte Dusche kommt in der Nachspielzeit der ersten Hälfte, als die TSV-Abwehr den Ball nach einer Ecke nicht verteidigt bekommt und dem bestem Gästespieler Ji Hoon Hwang der Ausgleich gelingt (45.+2).
Auch nach der Pause drängt Seckmauern nach vorne. Wüst (47.), Jannik Beck (49.) und Hener (54.) erhalten Tormöglichkeiten. Alsbach hält inzwischen gut dagegen und versucht verstärkt, Seckmauern aus zu kontern. Frederick Lohmann verpasst eine Flanke nur knapp (56.). Dafür gelingt Luca Kowalski das 1:2: nachdem Schäfer zweimal kernige Schüsse von Turcanu klasse abwehrt, kommt der Ball zu Kowalski, der keine Mühe hat, zum 1:2 abzustauben (58.).
Jetzt wird es langsam ein Spiel mit dem Feuer für Seckmauern. Einerseits will man Alsbach nicht ins Messer laufen, andererseits müssen drei Punkte her. Auch der Offensivmotor läuft längst nicht mehr so rund, mehr als Halbchancen gelingen in Folge nicht. Bis Hener nach einer Ecke den Ball tatsächlich über die Torlinie zum 2:2 bugsieren kann (69.).
Ab sofort geht es wild hin und her. Wobei die Gäste einem 2:3 näher sind, als Seckmauern einem 3:2. Alsbachs Lohmann schießt übers Tor (70.), Tobias Kurz strebt allein auf Schäfer zu, Schäfer kocht ihm den Ball ab (73.), dann ist Luis Schwalm frei durch, Schäfer drängt ihn ab (78.). Nach 80 Minuten ist das Abwehrglück aufgebraucht: die Abseitsfalle misslingt, Turcano strebt allein auf Schäfer zu und hat die Nerven, zum 2:3 einzuschießen (80.). Schon eine Minute später läuft Mario Di Sciascio allein auf Schäfer zu, Schäfer gewinnt nochmals das ungleiche Duell (81.).
Verzweifelt versucht Seckmauern seinem Schicksal zu entgehen, greift weiter unaufhörlich an. Meist aber mit der Brechstange. Bis es in der Nachspielzeit Max Raitz gelingt, den Ball unter Bonias hindurch ins Tor zu schießen – es steht wenigsten 3:3 (90.+2). Aber dieses Ergebnis steht zwei Minuten später wieder zu Disposition: ein Befreiungsschlag von Alsbach erreicht Schwalm an der Mittelinie gegen einen total aufgerückten TSV. Schwalm läuft allein auf Schäfer zu, aber Teufelskerl Schäfer wehrt tatsächlich ab und bewahrt Seckmauern vor einer peinlichen Heimniederlage (90.+4).
aus echo-online.de)
Fußball Odenwald
TSV Seckmauern droht der Abstieg aus der Gruppenliga
Nach dem Unendschieden gegen den FC Alsbach bleibt die Chance für den TSV Seckmauern gering, die Klasse noch zu halten. Trainer Lucas Opperman will dennoch nicht aufgeben.
Seckmauern. Der TSV Seckmauern steht vor dem Abstieg aus der Fußball-Gruppenliga. Die Odenwälder kamen gegen den bereits abgestiegenen Tabellenvorletzten FC Alsbach trotz eines eigenen Last-Minute-Treffers nicht über ein Unentschieden hinaus und trennten sich 3:3 (1:1).
Mangelnde Chancenverwertung für Seckmauern besonders bitter
Da alle direkten Konkurrenten im Tabellenkeller ihre Spiele verloren, hätte der TSV mit einem Sieg den Abstand auf den SV Geinsheim auf dem voraussichtlichen Relegationsrang 13 auf vier Punkte verkürzen können. Stattdessen hat das Team von Spielertrainer Lucas Oppermann bei noch drei ausstehenden Partien sechs Punkte Rückstand auf Geinsheim und das deutlich schlechtere Torverhältnis. „Das fühlt sich heute alles sehr ernüchternd und bitter an“, bekannte Oppermann nach Abpfiff. Sein Team habe sich gegen eine bereits abgestiegene Mannschaft vor allem vor dem gegnerischen Tor insgesamt zu schwach präsentiert.
„Wenn man ehrlich ist, war das von beiden Mannschaften heute ein Fußballspiel auf ganz gruseligem Niveau“, räumte der 39-Jährige ein. Dabei ging Seckmauern durch einen Treffer von Dario Hener, dessen Einsatz fraglich gewesen war, früh mit 1:0 in Führung (11.). Doch die Odenwälder verpassten es, nachzulegen, und kassierten stattdessen mit dem Pausenpfiff den Ausgleich durch Ji Hoon Hwang (45 + 2). „Du darfst nach so einer ersten Hälfte niemals mit einem Unentschieden in die Pause gehen“, ärgerte sich Oppermann.
Später Ausgleich für TSV Seckmauern gegen den FC Alsbach
Im zweiten Abschnitt drehten die Gäste das Spiel durch Luca Kowalski sogar zunächst (58.), ehe Dario Hener mit seinem Doppelpack das 2:2 besorgte (70.). Doch die Alsbacher, die vor der Begegnung satte zehn Partien in Folge verloren hatten, ärgerten den TSV erneut und stellten nach 80 Minuten durch Jan Turcanu auf 3:2. In der Nachspielzeit traf Maximilian Reitz für Seckmauern zwar noch zum Ausgleich (90 + 3.), verpasste aber schlussendlich den Heimdreier und kassierte zum zehnten Mal hintereinander mindestens drei Gegentore. „Unser Ziel bleibt natürlich trotzdem, die letzten drei Partien zu gewinnen und alles in unserer Macht Stehende für den Klassenerhalt zu tun“, forderte Oppermann. Mit der SKV Büttelborn, die das Tabellenschlusslicht darstellt, trifft man dabei in der kommenden Woche auf den nächsten bereits abgestiegenen Gegner.
Florian Mehm
Fußball Da/Di
Gruppenliga: Viktoria Griesheim muss weiter bangen
Griesheim zeigt bei der Niederlage in Auerbach zwei Gesichter +++ Der SV Münster und der SV Groß-Bieberau hat den Klassenerhalt nun sicher +++ Der FC Alsbach punktet mal wieder
Darmstadt. In der Gruppenliga Darmstadt haben der SV Münster und der SV Groß-Bieberau drei Spieltage vor dem Rundenende nun auch rechnerisch den Klassenerhalt in der Tasche. Münster setzte sich mit 4:2 bei der abstiegsbedrohten SG Wald-Michelbach durch, Groß-Bieberau reichte ein 1:0-Heimerfolg gegen Schlusslicht SKV Büttelborn. Dagegen müssen Viktoria Griesheim nach der 3:4-Niederlage bei der TSV Auerbach und der TSV Altheim (1:2 gegen Dersim Rüsselsheim) weiter um den Klassenerhalt bangen. Nach zehn Niederlagen in Serie holte der bereits abgestiegene FC Alsbach mit dem 3:3 beim TSV Seckmauern erstmals wieder einen Punkt.
SG Wald-Michelbach - SV Münster 2:4
Münster war zunächst unter Druck und kassierte ein Gegentor durch Naas (10.). Die Gäste behielten aber klaren Kopf. Der Lohn war der Ausgleich durch Rubic (33.). In der hitzigen Partie, in der es immer wieder zu Nickligkeiten auf beiden Seiten kam, sorgte erneut Rubic (61.) nach der Pause für Münsters Führung. Der durchdachte Spielaufbau der Gäste führte zum 3:1 von Schrom (73.). Auch als Ripper (77.) zum überraschenden Anschluss der SG traf, behielt der SVM den Überblick. EL Yassini (90.+2) sorgte in der Nachspielzeit endgültig für klare Verhältnisse und den Klassenerhalt des SVM.
SV Groß-Bieberau - SKV Büttelborn 1:0
Die Vorgabe war für Groß-Bieberau klar: mit einem Sieg sollte der Ligaverbleib endgültig gesichert werden. Allerdings entpuppten sich die Gastgeber als Minimalisten, die nur soviel taten, wie gegen das Schlusslicht notwendig war. Büttelborn kam so durchaus zu einigen Torchancen. Das spielentscheidende Tor für Groß-Bieberau erzielte Schreiber (21.). In der Folge taten die Gastgeber nur noch das Nötigste, um den Erfolg abzusichern. "Ein gutes Pferd springt auch nur so hoch, wie es muss", meinte hernach Groß-Bieberaus Sportlicher Leiter Ronald Gerhardt.
TSV Rot-Weiss Auerbach - SC Viktoria Griesheim 4:3
Wie so oft in dieser Saison zeigte Viktoria Griesheim auch in diesem Spiel zwei Gesichter. Zunächst war es eine desolate Leistung, die eine klare Auerbacher 3:0-Pausenführung bedeutete, die Arnold (13.) und Brunner (15./16.) innerhalb Minuten herausgeschossen hatten. Von der Viktoria war da kaum etwas zusehen. Als dann auch noch nach dem Wiederanpfiff Terhat (49.) auf 4:0 erhöhte, schien sich ein Debakel für Griesheim abzuzeichnen. Doch mit dem Anschlusstor von Stumpf (57.) ging ein Ruck durch das Team. der Viktoria In der Folge übernahm Griesheim das Kommando auf dem Platz. Das Eigentor von Hohnhäuser (60.) und der Treffer von Stumpf (77./Handelfmeter) ließen die Gäste herankommen. Doch trotz weiterer guter Tormöglichkeiten blieb es beim Auerbacher Sieg.
TSV Altheim - SV Dersim Rüsselsheim 1:2
Trotz der Niederlage und weiterhin prekären Tabellensituation war Altheims Trainer Adis Ahmetovic mit der Leistung seines Teams zufrieden. "Wir hatten Chancen zum Sieg und die kämpferische Einstellung hat gestimmt", lobte der TSV-Coach. Allerdings belohnte sich Altheim für den immensen Aufwand nicht, den man läuferisch und kämpferisch betrieb. Die Rüsselsheimer dagegen waren clever und routiniert. Taybaga (21.) hatte aus einer der wenigen Möglichkeiten für die Gäste die Pausenführung gemacht. Den Rückschlag des 0:2, für das Celik (56.) sorgte, ließ Altheim nicht aufgeben. Unvermindert berannte man das Gehäuse der Gäste und kam durch Dantse (64.) zum Anschluss. In der Folge war Altheim dem Ausgleich näher als Dersim dem 3:1.
TSV Seckmauern - FC Alsbach3:3
Gemischte Gefühle beim FC Alsbach. Auch wenn man bereits als Absteiger feststeht, konnte man gegen den vom Abstieg bedrohten TSV Seckmauern ein Remis erzielen und den ersten Punkt seit zehn Spielen einfahren. Bitter, dass der Ausgleich für Seckmauern in der Nachspielzeit fiel. Die Gastgeber machten von Beginn an viel Druck. Hener (11.) markierte das 1:0 für den TSV, weitere gute Möglichkeiten nutzte man aber nicht. Da hatte der FCA viel Glück. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte sorgte Hwang für den schmeichelhaften Ausgleich. Nach der Pause lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch. Vor allem Alsbach wurde druckvoller und ging durch Kowalski (58.) in Führung. Der Ausgleich von Hener (71.) brachte die Gäste nicht aus dem Konzept. Turcanu (80.) sorgte für die erneute Führung. Den Schlusspunkt setzte aber für die danach stürmisch anrennenden Gastgeber Raitz (90.+3), der Alsbachs Traum vom ersten Pflichtspielsieg in diesem Jahr platzen ließ.
Fußball Groß-Gerau/Rüsselsheim
VfB Ginsheim mit 8:1-Ausrufezeichen gegen Bensheim
Gruppenligist Ginsheim steht nach Kantersieg vor der Meisterschaft, Dersim Rüsselsheim bleibt dran – während Geinsheim und Büttelborn im Abstiegskampf weiter zittern
Kreis Groß-Gerau. Kaum mehr zu nehmen ist dem VfB Ginsheim die Meisterschaft in der Gruppenliga. Der VfB setzte im Heimspiel gegen Bensheim ein echtes Ausrufezeichen und siegte 8:1. Seine Chancen auf den Platz in der Aufstiegsrelegation wahrt Dersim Rüsselsheim, hatte allerdings mehr Mühe als erwartet bei Aufsteiger Altheim. Geinsheim hatte in Ober-Roden nichts zu holen und zittert weiter im Abstiegskampf, während die SKV Büttelborn sich beim 0:1 in Groß-Bieberau teuer verkaufte.
Can Cemil Özer Ginsheims Matchwinner
VfB Ginsheim - FC 1907 Bensheim 8:1
Vielleicht mit ein wenig Wut im Bauch wegen der Niederlage im Kreispokalfinale trat Ginsheim an und Bensheim hatte zu leiden. Dabei war Can Cemil Özer mit sechs der acht Ginsheimer Toren der Matchwinner. "Die schnelle Führung durch Can Özer hat uns Sicherheit gegeben. Anschließend hatten wir viel Ballbesitz und konnten das Ergebnis in die Höhe schrauben. Nur die einzige große Chance von Bensheim war drin, da war die Messe aber schon gelesen", sagte Ginsheims Trainer Jonas Schuster. So machte er genau das, was zahlreiche Trainer in seiner Situation machen: wechselte zum zweiten Durchgang mit der 5:0 Führung im Rücken durch und schonte einige seiner Akteure. "Wir haben eine anstrengende englische Woche vor uns. Am Mittwochabend müssen wir im Nachholspiel in Griesheim antreten, am Sonntag dann zum Spitzenspiel gegen Dersim. Da war es gut, dass wir ein wenig unsere Kräfte schonen konnten."
TSV Altheim - SV Dersim Rüsselsheim 1:2
Mehr Mühe als erwartet hatte Dersim Rüsselsheim beim Aufsteiger aus Altheim. Dabei war die Situation für die Rüsselsheimer klar, denn nur ein Sieg erhielt die Chancen auf das ausgegebene Saisonziel. Firat Tayboga brachte die Rüsselsheimer in der 21. Minute in Führung, doch Altheim spielte munter mit und wollte sich nicht kampflos ergeben. Auch nach dem Treffer von Deniz Celik war die Partie nicht entschieden, denn der Anschlusstreffer der Gastgeber sorgte noch für Zittern auf der Rüsselsheimer Seite, die inzwischen auch vom souveränen Sieg von Konkurrent Fehlheim erfahren hatten.
Ober-Roden bringt Geinsheim aus dem Konzept
TS Ober-Roden - SV 07 Geinsheim 4:2
Auf einen Sieg hatte Geinsheim in Ober-Roden gehofft, um sich alle Chancen im Kampf um den Klassenerhalt zu erhalten. Doch der Verbandsliga-Absteiger hat sich in der Gruppenliga gefangen und erwies sich als zu stark für die engagiert auftretenden Geinsheimer. "Die ersten beiden Torschüsse waren drin, das hat uns aus dem Konzept geworfen", sagte der sportliche Leiter Geinsheims Stuart Martinez. "Wir kamen dann besser ins Spiel, schaffen den Anschlusstreffer und bekommen im Gegenzug das 3:1."
SV Groß-Bieberau - SKV Büttelborn 1:0
Wieder mit einem dezimierten Kader musste die SKV in den Odenwald reisen und erneut verkaufte sich das Tabellenschlusslicht teuer. Doch fehlte den Büttelbornern wie so oft in dieser Saison das Glück des Tüchtigen und so wollte das Tor wieder nicht fallen. Auf der Gegenseite war es nur eine Unachtsamkeit der Büttelborner Defensive, die Lukas Schreiber das einzige Tor des Tages ermöglichte (19.)
Fußball Bergstraße
Gruppenliga: Der FSG Riedrode gehen die Spieler aus
Das Rennen um den Aufstiegs-Relegationsplatz in der Gruppenliga bleibt spannend: Der VfR Fehlheim siegt auf dem Platz, der FC Fürth nach Riedrodes Absage am Grünen Tisch.
Bergstraße. Die Partie zwischen dem FC Fürth und der FSG Riedrode in der Gruppenliga wurde abgesagt. Der Grund: Spielermangel bei der FSG.
FC Fürth - FSG Riedrode 3:0 §
"Wir hatten zunächst zwölf, dreizehn Mann im Kader, und dann haben kurzfristig noch Spieler wegen Grippe abgesagt", sagte der Sportliche Leiter Thorsten Göck. Nur elf Mann, darunter angeschlagene Spieler sowie Akteure aus der zweiten Mannschaft (A-Klasse) habe man schließlich im Aufgebot gehabt – zu wenig. Die Mannschaft von Trainer Tobias Beltz wird für den Rest der Saison wohl verstärkt auf Spieler seiner zweiten Mannschaft zurückgreifen müssen, weil zu viele Spieler aktuell verletzt oder angeschlagen sind. Derweil freut sich der FC Fürth über drei Punkte, die er kampflos erhält und so im Rennen um Relegationsplatz zwei bleibt.
VfR Fehlheim - SV Fürth 6:0
Der VfR war eine Nummer zu groß für die abstiegsbedrohten Fürther. Drei Spiele hat der SVF noch zu absolvieren, unter anderen gegen Primus Ginsheim. "Das wird eng jetzt", weiß Sportchef Valerij Biljuk mit Blick auf die Tabelle. Positiv: Die Konkurrenz hat gestern für den SV gespielt, die Abstände im Tabellenkeller sind im Großen und Ganzen gleich geblieben. „Und gut ist auch, dass unsere Mannschaft sich nicht aufgibt“, sagte Biljuk, der als beste SV-Chance einen Freistoß an die Latte von Diefenbach sah (85.). Robin Weber, der nach langer Verletzungspause wieder aktiv war, bot eine gute Partie.
VfR-Trainer Sebastian Lindner zeigte sich rundum zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft und sprach von einem auch in der Höhe verdienten Erfolg: „Kompliment an meine Jungs, die das heute wieder sehr gut gemacht haben, dem Gegner in allen Belangen deutlich überlegen waren. Das war ein Spiel auf ein Tor.“ Tore: 1:0 Politakis (17., Foulelfmeter), 2:0 Perchner (25.), 3:0 Grajcevci (54.), 4:0 Perchner (81.), 5:0 Hechler (86.), 6:0 Perchner (89.). – Schiedsrichter: Lange (TSV Mengsberg). – Zuschauer: 150. – Beste Spieler: geschlossene Leistung auf beiden Seiten.
SG Wald-Michelbach - SV 1919 Münster 2:4
Die Serie der SGW – fünf Siege in Folge – ist gerissen. Der Dämpfer wirkt sich in der Tabelle allerdings kaum aus für die gegen den Abstieg spielenden Überwälder. "Unten ist gar nichts passiert", sagte SGW-Abteilungsleiter Dimitri Loenko beim Blick auf die Tabelle: "Mund abwischen und weitermachen." Denn die Gastgeber lieferten gegen Münster kein schlechtes Spiel ab, bewiesen Moral, hatten in der ersten Halbzeit gute Chancen, waren nur etwas fahrlässig. "In der zweiten Halbzeit haben wir dann aber nicht mehr so viel Zugriff bekommen", sagte Loenko. Top-Torjäger Kim Naas, der die SGW im Sommer verlässt, handelte sich wegen Nachtretens zudem die Rote Karte ein und für den Rest der Saison ausfallen. "Das war wohl sein letztes Spiel für die SGW", weiß auch der Abteilungsleiter, der jetzt auf das Kollektiv setzt, wenn es nächste Woche gegen den direkten Konkurrenten Geinsheim um die wichtigsten Punkte geht.
TSV Rot-Weiss Auerbach - SC Viktoria Griesheim 4:3
Gegen abstiegsbedrohte Griesheimer kehrte die TSV wieder in die Erfolgsspur zurück. Dabei wurde es für die Auerbacher eng. Bis zur 60. Minute war die Leistung der Rot-Weißen äußerst ansprechend und der Spielstand zu diesem Zeitpunkt entsprechend deutlich. Doch dann kam Griesheim durch besser ins Spiel, erzielte den 3:4-Anschluss und schöpfte Hoffnung. "Griesheim hat dann alles nach vorne geworfen", sagte TSV-Trainer Peter Brandenburger, der seiner Mannschaft ein Lob aussprach: "Wir haben uns dann in alles reingeworfen". Dass das Spiel überhaupt noch einmal knapp wurde, lag auch daran, dass Auerbach die Umschaltmomente nicht mehr konsequent genug ausspielte. "Dann ist es auch schwer, gegen so eine Mannschaft alles weg zu verteidigen", sagte ein erleichterter Brandenburger, der aufgrund der starken 60 Minuten von einem "verdienten Sieg" seines Teams sprach.
VfB Ginsheim - FC 1907 Bensheim 8:1
Durch die deutliche Niederlage beim Tabellenführer schrumpfen die Hoffnungen des FC 07 auf den Klassenverbleib weiter. Das Beste aus Bensheimer Sicht waren die Ergebnisse der Konkurrenz. In Ginsheim gab es für das Team von Trainer Constantin Renner wenig Positives zu berichten. "Ehrlicherweise war das Spiel nach 15 Minuten bereits entschieden", sagte Renner mit Blick auf die drei schnellen Ginsheimer Tore. Das 07-Urgestein ärgerte hier die Art und Weise: "Wir geben die Tore zu billig her." Fortan spielte Ginsheim das Spiel locker runter. "Sie haben fast jeden Fehler konsequent bestraft", urteilte der 07-Trainer. Bensheim konnte auch aufgrund der dünnen personellen Besetzung nicht viel mehr Gegenwehr leisten. So standen Fabio Hechler und Niclas Blüm verletzungsbedingt nicht zur Verfügung; Lukas Konietzko verpasste das Spiel angeschlagen.

