Benet Alili (47) bejubelt seinen Treffer zum 0:1, die Vorlage dazu gibt ihm Luca Siebenlist (li)VfR Fehlheim – TSV Seckmauern 3:2 (1:1)
Tore: 0:1 Ulili (8.), 1:1 Herbel (43.), 2:1 Perchner (48.), 3:1 Müller (55.), 3:2 Beck (57./FE)
Besonderheit: Gelb/rote Karte für Jannik Beck (TSV, 90.+7)
Schiedsrichter: Thomas Vogel (Eltville/Rhein) - Zuschauer: 100
VfR Fehlheim: Darmstädter, Müller (77.Fritsche), CF Royo, Fritsche (75.Butz), Gärtner (56.Hechler), C Royo, Politakis, Lortz, Herbel (90.+4 Yohendran), Perchner, Grajcevci
TSV Seckmauern: Zatocil, T.Eckert, D.Hener, Stapp, Strebel (58.M.Raitz), J.Prostmeyer, L.Siebenlist, Beck, J.Fuchs, Oppermann, Alili (74.Toch)
Fast hätte Seckmauern die Sensation geschafft und gegen den ambitionierten VfR Fehlheim etwas Zählbares mitgenommen. Der TSV zwingt den Gastgebern ein relativ offenes Spiel auf, hat in entscheidenden Situationen aber kein Spielglück. So setzt Fehlheims Torschütze Marc Perchner beim 2:1 seinen bulligen Körper gegen Phil Stapp ein und schubst diesen im Zweikampf regelwidrig weg (48.). Schiedsrichter Thomas Vogel (Eltville/Rhein) aber gibt den Treffer. Dies ist doppelt ärgerlich, da Seckmauern Sekunden vorher selbst die Gelegenheit auf die eigene Führung nicht nutzen kann. Nach dem Elfmeter-Anschlusstreffer von Jannik Beck (Foul an Jason Fuchs) drängt der TSV auf den Ausgleich. In einigen Szenen weiß sich Fehlheim oft nur mit Befreiungsschlägen zu helfen. In der Nachspielzeit ist Dario Hener nah dran am Ausgleich, aber Torwart Kevin Darmstäder rettet per Fuß (90.+1). Leider geht Beck in den letzten Sekunden der Nachspielzeit zu ungestüm seinen Gegenspieler an und erhält dafür die gelb/rote Karte (90.+7).
Zur Überraschung aller gibt Seckmauern in Zwingenberg (dorthin wird die Partie verlegt) von Beginn an den Ton vor. Schon nach 30 Sekunden zischt der Ball nach einem 16m-Schuß von Jason Fuchs knapp über das Tor. Und es gelingen weitere gute Offensivaktionen gegen die zweitbeste Abwehr der Gruppenliga. Einige gefährliche Flanken sorgen für Unruhe beim Gegner. Folgerichtig gelingt dann das 0:1: einen Schuß von Fuchs wehrt Keeper Darmstädter ab, der Ball kommt zu Luca Siebenlist, dieser bedient in der Mitte Benet Alili, der den Ball ins Tor schießt (8.).
Auch in den nachfolgenden Minuten setzt Seckmauern weiter die Akzente, während beim Gegner nicht viel geht. Unermüdlich treibt der TSV seine Angriffe voran, versucht das Momentum auszunutzen. Leider gelingt es nicht, das 0:2 nachzulegen. Nach knapp einer halben Stunde kommt Fehlheim erstmals gefährlich vors Tor (28.). Eine Minute später zwingt Paul Herbel Markus Zatocil zu seiner ersten Parade (29.). Wie aus dem Nichts gelingt Herbel nach feiner Kombination der Ausgleich (43.). In dieser Minute wird die Defensive Seckmauerns genauso überrascht, wie in den vergangenen drei Spielen zuvor: Es fehlt insgesamt die Kompaktheit, bei eigenen Angriffen ist man abwehrtechnisch zu sorglos, die Viererkette ist zu leicht auszuhebeln.
Das Tor gibt dem Gegner nach der Pause deutlich Auftrieb. Zum ersten Mal kommt VfR-Torjäger Marc Perchner zum Abschluß, aber Zatocil klärt (46.). Zwei Minuten später verhindert auf der Gegenseite Darmstädter mit einer Riesenparade die Führung Seckmauerns, der Gegenstoß erfolgt über einen langen Ball zu Perchner, der im Laufduell mit Stapp diesen am 16er-Eck wegcheckt. Der Unparteiische läßt weiterlaufen, Zatocil zögert etwas mit dem Herauslaufen und Perchner gelingt das 2:1 (48.). Zwei Minuten später verfehlt Perchner nur äußerst knapp das Tor (50.).
Den Ausgleich hat drei Minuten später Lucas Oppermann auf dem Kopf: eine punktgenaue Flanke von Alili findet Oppermann in der Mitte, völlig freistehend geht dieser „Kopfball-Elfmeter“ leider über das Tor (50.). Kurze Zeit später unterläuft dem eigentlich guten Schiedsrichter (oder seinem Linienrichterassistent) ein zweiter Fehler und übersieht ein klares Abseits Ajet Grajcevci, aber Zatocil entschärft mit einer Parade die Situation (54.). Nur eine Minute später geht Fehlheim mit 3:1 in Führung: ein lang gezogener Freistoß segelt im Strafraum an Freund und Feind vorbei ins Tor. Offenbar hat ihn aber Belmin Müller noch leicht mit seinem Kopf abgefälscht und wird deshalb als Torschütze geführt (55.).
Obwohl Fehlheim jetzt besser im Spiel ist, läßt Seckmauern nicht locker. Fuchs wuselt sich im Strafraum an die Torauslinie durch, kommt zu Fall. Den Elfmeter verwandelt Beck zum 3:2-Anschluß (57.).
Zwar vergibt Grajcevci das 4:2 für die Gastgeber (61.), aber Seckmauern stürmt weiter mutig nach vorne. Bis in die Nachspielzeit (Dario Hener!) gelingen dem TSV aber keine nennenswerten Abschlüsse mehr. Auch die Hereinnahme des eigentlich kranken Danielle Toch bringt keinen spürbaren Effekt. Dafür versemmelt Perchner das mögliche 4:2 für Fehlheim kläglich (90.).
Nach mutigem Spiel gegen einen Goliath der Gruppenliga steht Seckmauern leider trotzdem mit leeren Händen da. Schade. Nach einer insgesamt sehr guten Mannschaftsleistung ragt der „alte“ Oppermann mit seinem kämpferischen Einsatz noch hervor. Obwohl er sich im Laufe der zweiten Halbzeit immer öfter an den Oberschenkel fasst und auch von Krämpfen geplagt ist.
(aus echo-online.de)
Fußball Odenwald
Seckmauern verliert in Fehlheim, zeigt aber Charakterstärke
Ein früher Führungstreffer und starker Teamgeist können den TSV Seckmauern nicht vor der elften Saisonniederlage bewahren. Gegen Fehlheim setzt sich die individuelle Klasse durch.
Fehlheim. Gegen einen Aufstiegskandidaten gut mitgehalten, am Ende aber trotzdem verloren. So ließ sich der Auftritt von Fußball-Gruppenligist TSV Seckmauern beim Tabellenvierten VfR Fehlheim am Sonntag zusammenfassen. Unter dem Strich stand für die Elf um Spielertrainer Lucas Oppermann eine knappe 2:3-Niederlage, zugleich die elfte Niederlage der Saison. Der Aufsteiger aus dem Odenwald verbleibt zwar auf Platz zwölf, die Kontrahenten im Kampf den Klassenerhalt rücken der Oppermann-Elf jedoch zunehmend auf die Pelle.
Nichtsdestotrotz sprach Oppermann von einer „Bombenreaktion meiner Mannschaft“, die einen Traumstart erwischte und durch den starken Benet Alili früh in Führung ging (8.). „Nach sportlich und mentalitätstechnisch schwierigen Wochen“, in denen er die Grundeinstellung seiner Schützlinge „zumindest infrage gestellt“ habe, habe ihn die Mannschaft „definitiv“ eines Besseren belehrt und „eine bärenstarke Leistung“ abgeliefert. Zweikämpfe, Anschlussaktionen, die Kommunikation auf dem Platz und auch die taktische Herangehensweise – alles habe gestimmt.
Fhlheims individuelle Klasse macht den Unterschied
Mit einer etwas konsequenteren Spielweise im letzten Drittel sei sogar eine 2:0-Führung möglich gewesen, konstatierte der Übungsleiter. So aber gelang den Rasenspielern aus dem Bensheimer Stadtteil kurz vor der Pause durch Paul Herbel zunächst der Ausgleich (43.), ehe Marc Perchner (49.) und Belmin Müller (56.) wenige Minuten nach dem Seitenwechsel die Partie endgültig drehten. „Da hat sich dann die individuelle Klasse von Fehlheim durchgesetzt“, berichtete Oppermann.Durch einen verwandelten Foulelfmeter von Jannik Beck kam der TSV trotzdem postwendend wieder zurück (58.). Mehr als dieser Anschlusstreffer sollte dem TSV allerdings nicht mehr gelingen. Möglicherweise wäre für seine Elf bei besagter größerer Konsequenz auch ein Remis drin gewesen, so Oppermann. „Mir ging es aber in erster Linie darum, dass wir Charakter beweisen – und das ist uns gelungen.“
Seckmauerns Jannik Beck sieht in der Schlussphase Gelb-Rot
Und so ist dem Ex-Profi nicht bange vor den kommenden Aufgaben. Im nächsten Heimspiel gegen Altheim muss Oppermann allerdings auf Jannik Beck verzichten, der sich in der Schlussphase eine etwas unnötige Ampelkarte einhandelte und am kommenden Sonntag gesperrt ist.
Christopher Frank
Fußball Bergstraße
Achtungserfolg für FC Fürth beim Gruppenliga-Spitzenreiter
Fußball-Gruppenliga: FC Fürth bezahlt 0:0 beim VfB Ginsheim aber teuer. FSG Riedrode macht’s spannend, Babic erlöst den SV Fürth. FC 07 schießt vier Tore, ist aber nicht zufrieden.
Bergstraße . Der FC 07 Bensheim blieb auch im dritten Spiel in Folge in der Fußball-Gruppenliga ungeschlagen, ärgerte sich aber über zwei verschenkte Punkte. Der zweite Dreier in Folge ohne Gegentor sorgt für weiteres Selbstvertrauen beim SV Fürth. Der FC Fürth indes landete einen Achtungserfolg gegen Spitzenreiter Ginsheim, hatte allerdings auch wieder eine Hiobsbotschaft zu verkraften.
VfB Ginsheim – FC Fürth 0:0
Die schlechte Nachricht zuerst: Marco Kaffenberger verletzte sich ohne Fremdeinwirkung, hat wohl eine muskuläre Verletzung im Oberschenkel und fällt bis auf Weiteres aus. „Wir haben noch drei Innenverteidiger“, sagte FCF-Sportdirektor Marco Knapp: „Es darf jetzt nichts mehr passieren.“ Doch das Ergebnis bei Spitzenreiter Ginsheim sorgte für viel Energie. Die Fürther waren sogar dicht dran an drei Punkten, haderten aber mit dem Schiedsrichter-Assistenten. Nach Foul an Sielmann gab es zuerst den Elfmeterpfiff, der wieder zurückgenommen wurde (40.). „Das habe ich so auch noch nicht erlebt“, sagte Knapp. Die Partie indes war sehenswert, ein echtes Spitzenspiel mit vielen Chancen auf beiden Seiten und starken Abwehrreihen. Schiedsrichter: Jüch (SG Arheilgen). – Zuschauer: 100. – Beste FCF-Spieler: Turzer, Ernst, Dahlke.
FC Alsbach – FSG Riedrode 1:2 (1:0)
Die Partie war nervenaufreibend, auch weil die Mannschaft von Trainer Tobias Beltz fast schon fahrlässig mit ihren Torchancen umging. Claus Kilian und Kevin Siegler trafen Latte, Adam Zbairi Pfosten. „Wir hätten in der ersten Halbzeit mit vier, fünf Toren vorne liegen müssen“, sagte Thorsten Göck, Sportlicher Leiter der FSG: „Wir haben gut gespielt, gute Chancen herausgespielt.“ Und nicht zuletzt war Alsbachs Keeper Nikolas Bonias in Topform. Auf der anderen Seite war es Christian Telch – er wurde am Mittwoch Vater –, der eine hervorragende Partie zeigte. Tore: 1:0 Schwalm (44.), 1:1 Akcan (54.), 1:2 Siegler (70.). – Schiedsrichter: Kakmaci (SG Aarbergen). – Zuschauer: 80. – Beste Spieler: Bonias/Telch.
Viktoria Griesheim – SG Wald-Michelbach 3:1 (1:1)
Zweite Niederlage in Folge für die Mannschaft von Trainer Benjamin Sigmund, die immer tiefer versinkt im Abstiegsstrudel. Doch bis zur Halbzeit lagen die Gäste noch gut im Rennen. Danach aber drehte Griesheim auf und belohnte sich in der Schlussphase für ein insgesamt engagiertes Spiel. Die SGW hingegen hätte mehr aus ihren Chancen machen müssen, ließ zwei Einhundertprozentige in der zweiten Halbzeit liegen. „Wir hätten Minimum ein Tor machen müssen“, sagte Sigmund. „Aber wir waren nicht zielstrebig genug, hatten einige Fehlpässe und waren taktisch nicht ganz auf der Höhe“. Denis Dörsam verletzte sich zu allem Überfluss vor Anpfiff, knickte um und konnte nicht spielen. Tore: 1:0 (28.), 1:1 Naas (45+4.), 2:1 Gecili (70.), 3:1 Volk (82.). – Schiedsrichter: Hautzel (TuS Wirbelau). – Zuschauer: 100. – Beste SGW-Spieler: geschlossene Leistung.
SV Fürth – SV Münster 1:0 (0:0)
Die Mannschaft von Trainer Jochen Ingelmann traf spät, aber verdient. „Aber es war ein schwieriges Spiel gegen einen tief stehenden und kompakten Gegner“, sagte Ingelmann, dessen Mannschaft das Spiel jedoch über weite Strecken gut kontrollieren konnte. Und in der zweiten Halbzeit erhöhten die Gastgeber den Druck. „Aber es war ein Spiel auf Messers Schneide“, so der SVF-Trainer. Tor: 1:0 Babic (89.). – Schiedsrichter: Gouziotis (Frankfurt). – Zuschauer: 150. – Beste SVF-Spieler: geschlossene Leistung.
FC 07 Bensheim – TS Ober-Roden 4:4 (1:1)
07-Trainer Constantin Renner sprach „von zwei verschenkten Punkten“. Bensheim ging insgesamt drei Mal in Führung, führte kurz vor Schluss sogar mit zwei Treffern und kassierte in der Nachspielzeit doch noch den Ausgleich per Foulelfmeter. Dieser war in der Entstehung „zweifellos unstrittig“, jedoch parierte Kurz den Schuss. Aus Sicht des Assistenten stand er aber vor der Linie, weshalb der Elfmeter wiederholt wurde und dann im Tor landete. Tore: 1:0 Budimir (5.), 1:1 Zerfass (19.), 2:1 Budimir (58.), 3:1 Hechler (70.), 3:2 Wertge (72.), 4:2 Budimir (76.), 4:3, 4:4 El Mard (78., 90., Elfmeter). – Schiedsrichter: Wiesner (Frankfurt). – Zuschauer: 180. – Beste Spieler: Budimir/Mustafa.
VfR Fehlheim – TSV Seckmauern 3:2 (1:1)
Die Fehlheimer taten sich gegen einen engagierten und giftigen Gegner eine Halbzeit lang schwer und wussten auch über die komplette Spielzeit nicht so richtig zu überzeugen. „Das war ein hartes Stück Arbeit, positiv ist aber die Tatsache, dass wir gewonnen haben“, zog VfR-Trainer Sebastian Lindner ein nüchternes Fazit. Der erste Abschnitt ging klar an die Gäste, nach dem Wechsel schienen sich die Gastgeber gefangen zu haben und lagen mit 3:1 in Führung. Der schnelle Anschluss des TSV (58.) sorgte dann aber für eine turbulente Schlussphase, in der VfR-Schlussmann Kevin Darmstädter die knappe Führung festhielt. Tore: 0:1 Alili (8.), 1:1 Herbel (43.), 2:1 Perchner (49.), 3:1 Müller (56.), 3:2 Beck (58.). – Schiedsrichter: Vogel (Großen-Linden). – Zuschauer: 80. – Bester Fehlheimer Spieler: Darmstädter.
SKV Büttelborn – TSV Auerbach 2:3 (2:2)
TSV-Trainer Peter Brandenburger sprach von einem „Arbeitssieg. Das war kein gutes Spiel.“ Er lobte die kämpferische Leistung seiner Mannschaft, die er zum dritten Mal in Folge in der gleichen Besetzung aufs Feld schickte. Auerbach geriet zweimal in Rückstand, ehe in der zweiten Halbzeit Ankido David mit einem direkten Freistoß die Partie entschied und damit für den dritten Sieg in Serie sorgte. Tore: 1:0, 2:1 Ramaki (10., 43.), 1:1 Fuller (39.), 2:2 Brunner (45.), 2:3 David (65.). – Zuschauer: 200. – Bes. Vorkommnisse: Rot für Büttelborn (80.) wegen. groben Foulspiels; Gelb-Rot für Walter (88., TSV) wegen unsportlichen Verhaltens. – Beste Spieler: beide mit geschlossener Leistung. (jz/net/ü/niwa/ü)
Jan Zehatschek und Redaktion
Fußball Darmstadt/Darmstadt-Dieburg
FC Alsbach stürzt weiter, Viktoria Griesheim feiert Sieg
In der Gruppenliga Darmstadt werden die Abstiegsängste beim FC Alsbach nach der Niederlage gegen Riedrode größer. Auch Münster hadert nach einer unglücklichen Pleite in Fürth.
Darmstadt/Darmstadt-Dieburg. In der Fußball-Gruppenliga Darmstadt bleibt der FC Alsbach nach der 1:2-Heimniederlage gegen die FSG Riedrode weiter in höchster Abstiegsnot. Eine unnötige 0:1-Niederlage beim abstiegsbedrohten SV Fürth fuhr der SV Münster ein. Dagegen konnte Viktoria Griesheim mit dem 3:1-Heimerfolg über die SG Wald-Michelbach den ersten Pflichtspielsieg nach der Winterpause verbuchen. Der TSV Altheim und der SV Groß-Bieberau trennten sich 0:0.
FC Alsbach – FSG Riedrode 1:2 (1:0). Riedrode begann druckvoll, während Alsbach tief in der eigenen Hälfte stand und nur für wenig Entlastung der eigenen Abwehr sorgen konnte. Glück hatten die Gastgeber, dass der Kopfball von Telch auf der Linie geklärt wurde und Kilian wenig später nur die Latte traf. Erst nach einer halben Stunde konnte sich der FCA etwas befreien und die Partie ausgeglichen gestalten. Dennoch kam das 1:0, das Schwalm (44.) mit einem Distanzschuss ins Toreck erzielte, zu diesem Zeitpunkt überraschend. Auch nach der Pause hielt der Druck der Bergsträßer an. Konnte Karrer (51.) noch auf der Linie klären, war Alsbachs Abwehr bei Alicans Ausgleich (54.) machtlos. Die FSG suchte in der Folge nach der Entscheidung. Das 2:1, für das Siegler (70.) sorgte, war daher folgerichtig. Pech hatte Siegler wenig später, als er nur den Pfosten traf. Alsbach bemühte sich zwar um eine Schlußoffensive, doch brachte das gegen die starken Gäste nichts mehr Zählbares ein. Nach der dritten Niederlage in Folge verharrt Alsbach weiter auf dem vorletzten Tabellenplatz.
SV Münster dominiert, trifft aber nicht – und verliert
SV Fürth – SV Münster 1:0 (0:0). Gegen die biederen Gastgeber legte Münster forsch los und erspielte sich einige gute Tormöglichkeiten. Anes Hamed scheiterte zweimal in aussichtsreicher Position nur knapp. So war das torlose Remis für Fürth zur Pause schmeichelhaft. Auch nach dem Seitenwechsel beherrschte der SVM das Geschehen auf dem Platz. Für die Entscheidung hätte Münsters Aouana sorgen können, der aber freistehend aus zehn Metern Entfernung über das Tor zielte. Das dicke Ende für Münster kam kurz vor dem Abpfiff, als nach einem Eckball Fürths Babic (89.) aus kurzer Distanz den Ball über die Linie beförderte. „Das ist in dieser Saison wie eine Seuche. Wir hatten das Spiel klar in der Hand, stehen aber wieder mit leeren Händen da“, haderte Münsters Trainer Naser Selmanaj. Sein Plan, sich von der Nähe zur Abstiegszone möglichst schnell abzusetzen, ist bislang nicht aufgegangen.
Viktoria Griesheim – SG Wald-Michelbach 3:1 (1:0). Beide Mannschaften lieferten sich zunächst einen offenen Schlagabtausch und hatten Möglichkeiten zum Erfolg. Bei der Viktoria hing das mit dem verletzungsbedingten Ausscheiden von Abwehrchef Pascal Bender zusammen. Dennoch konnten die Gastgeber mit einer knappen Führung in die Halbzeitpause gehen, weil Wald-Michelbachs Sattler (28.) ins eigene Tor traf. Nach dem Wiederanpfiff suchte die Viktoria die vorzeitige Entscheidung, geriet aber durch den Ausgleich von Naas (49.) zunächst ins Hintertreffen. Nachdem sich die Gastgeber von dem Schock erholt hatten, dauerte es eine Weile, ehe Gecili (70.) eine Lücke in der Gästeabwehr zur erneuten Führung nutzen konnte. Wald-Michelbach erholte sich von dem erneuten Rückstand nicht mehr. Vielmehr kassierte man gar noch das 1:3, für das Volk (82.) verantwortlich war. In der Folge hatte Griesheim noch die Möglichkeit, das Ergebnis hochzuschrauben, ließ aber gute Möglichkeiten aus. „Das war ein enorm wichtiger Sieg für uns. Bei einer weiteren Niederlage wären wir gefährlich nahe in den Dunstkreis der Abstiegszone geraten“, meinte Viktorias erleichterter sportlicher Leiter Christian Fischer.
Keine Tore im Dieburger Derby
TSV Altheim – SV Groß-Bieberau 0:0. Es war eine ereignisarme Partie, welche die Zuschauer zu sehen bekamen. Im Dieburger Derby gab es kaum Torchancen, weil beide Teams sich im Mittelfeld beharkten und man spätestens am gegnerischen Strafraum mit seinem Offensivlatein am Ende war. Einzig Altheims Odeh hätte in der ersten Halbzeit die Altheimer Führung besorgen müssen, scheiterte aber im Eins gegen Eins an Bieberaus Schlußmann Allmann. Nach der Halbzeitpause änderte sich am Spiel beider Teams nur wenig. Die Torleute konnten sich kaum auszeichnen, weil die Mannschaften nur wenig offensiven Ehrgeiz entwickelten. Am Ende stand ein leistungsgerechtes Remis, das beiden Teams nur wenig nützt. „Wir sind unter dem Strich zufrieden mit dem Punktgewinn“, meinte Bieberaus sportlicher Leiter Ronald Gerhard.
Michael Sobota
Fußball Groß-Gerau/Rüsselsheim
Dersim Rüsselsheim macht zwei Punkte auf VfB Ginsheim gut
Der Verfolger siegt 2:1 dank eines späten Elfmeters gegen den SV Geinsheim, während der sich Primus der Fußball-Gruppenliga mit einem 0:0 gegen den Vierten FC Fürth begnügen muss.
Kreis Groß-Gerau. Ein Spitzenspiel und ein Kreis-Duell gab es am Sonntag in der Fußball-Gruppenliga Darmstadt. Dabei trennte sich Tabellenführer VfB Ginsheim gegen den Tabellenvierten FC Fürth 0:0, während Verfolger Dersim Rüsselsheim den SV 07 Geinsheim mit 2:1 besiegte und in der Tabelle zwei Punkte auf Ginsheim gutmachte.
Dersim Rüsselsheim – SV 07 Geinsheim 2:1 (1:0). - „Wir wissen was uns erwartet“, erklärte der sportliche Leiter des SV 07 Geinsheim Stuart Martinez vor dem Kreis-Duell. Dabei waren die Rüsselsheimer auf eigenem Platz der hohe Favorit gegen das Team aus der Tabellenkeller, auch wenn Geinsheim sich in den vergangenen Monaten stark verbessert zeigte und kontinuierlich auf die Nichtabstiegsplätze zusteuert. Die erste Halbzeit gehörte den Gastgebern, die mehr vom Spiel hatten und häufig in der Geinsheimer Hälfte auftauchten. Doch wollte der Ball lange nicht ins Tor des gut aufgelegten Geinheimer Schussmanns Luis Weirauch. 32 Minuten dauerte es, ehe sich die Rüsselsheimer belohnten durch einen Kopfball von Benjamin Aziz Neffati zum verdienten 1:0.
Nach dem Seitenwechsel drängte Rüsselsheim auf das 2:0 und fast hätte Dwada Njie in der 57. Minute sogar getroffen, doch der Winkel war zu spitz. In der 62. Minute hatte Geinsheim seine erste Torchance der zweiten Hälfte und diese nutzte David Seidel zum überraschenden 1:1. Kräfte setzte der Ausgleich bei Geinsheim frei, die nun selbstbewusst schnell nach vorne spielten und an der Überraschung schnupperten. Der Schock kam aber dann kurz vor Schluss. Eine Unaufmerksamkeit führte zum Elfmeter, den Firat Tayboga zum Dersim-Sieg verwandelte.
Tore: 1:0 Neffati (32.), 1:1 Seidel (62.), 2:1 Tayboga (89.)
Fürther Elfmeter beim VfB Ginsheim wird zurückgenommen
VfB Ginsheim – FC Fürth 0:0. - Ein torloses Unentschieden sahen die Zuschauer in Ginsheim, dabei gab es einige Chancen auf beiden Seiten. Ginsheim hatte zunächst mehr vom Spiel, doch spielten die Gäste gut mit. In der 33. Minute hätte Fürth nach einem Konter durch einen Schuss von Jan Gebhardt fast in Führung gehen können, kurz darauf zog wieder einmal Can Cemil Özer ab, scheiterte aber am Schlussmann. Jubel in der 38. Minute bei den Gästen, als es Elfmeter für Fürth hieß, doch das Schiedsrichtergespann beriet sich und nahm den Strafstoß zurück. So blieb es zur Pause beim 0:0. Das gleiche Bild auch nach der Pause. „Wir haben uns zu Hause mehr ausgemalt, aber es war ein gerechtes Unentschieden. Der Ball wollte bei beiden Mannschaften einfach nicht über die Linie, denn Chancen gab es viele“, sagte VfB-Trainer Jonas Schuster.
Büttelborn führt zweimal und verliert doch gegen Auerbach
SKV Büttelborn – TSV Auerbach 2:3 (2:2). - Nach dem vielumjubelten zweiten Saisonsieg wollte Büttelborn gerne sofort gegen Auerbach nachlegen. Dies war jedoch keine einfache Aufgabe, denn auch Auerbach muss noch aufpassen, seinen Abstand zu den Teams im Tabellenkeller zu wahren. So war es ein offener Schlagabtausch der beiden Kontrahenten. „Kämpferisch haben wir voll reingehauen und haben mit unserem letzten personellen Aufgebot sogar zweimal geführt“, erzählt Peter Krieg vom SKV-Abteilungsvorstand. Unglücklich für die SKV, dass dem 2:2 in der Nachspielzeit der ersten Hälfte laut Büttelborn eine Abseitsstellung vorausging, die nicht geahndet wurde. Ankido David sorgte dann in der 67. Minute für den Siegtreffer der Gäste.
Tore: 1:0 Ramaki (9.), 1:1 Fuller (39.), 2:1 Ramaki (43.), 2:2 (45.+2), 2:3 David (67.)
Marc Schüler

