17 muenster torchance siebenlistEine der wenigen Tormöglichkeiten Seckmauerns verpasst hier Luca Siebenlist denkbar knappTSV Seckmauern – SV Münster 2:5 (1:3)
Tore: 1:0 Dion Prostmeyer (2.), 1:1 Kreher (10.), 1:2 Kreher (42.), 1:3 T.Hamed (45.+1), 1:4 Kreher (48.), 2:4 Diehl (68.), 2:5 El Yassini (77.)
Schiedsrichter: Erik Willemsen (Wiesbaden) - Zuschauer: 120
Besonderheit: rote Karte: Amanuel Abraha (Münster/60., Nachtreten), gelb/rot: Tim Eckert (Seckmauern/83.)

 

TSV Seckmauern: Schäfer, T.Eckert, Stapp, H.Calis (70.Parokonnyi), Strebel (46J.Fuchs), J.Prostmeyer, L.Siebenlist, D.Hener, Diehl, M.Raitz (62..Spall), D.Prostmeyer
SV Münster: Hamm, Niederhaus, T.Hamed, J.Stork, Rubic, Korndörfer, Ben Aouoana, Abreham A.Hamed, A.Stork

 

Bilder vom Spiel hier....

 

Münster hat vor dem Spieltag nur drei Punkte mehr als der TSV. In Seckmauern spielen die Gäste allerdings wie eine Spitzenmannschaft, legen mit schnellem Spiel in die Spitze altbekannte Abwehrschwächen des TSV offen. Seckmauern geht zwar früh die Führung, aber fast genauso schnell egalisiert der heute dreifache Torschütze Timo Kreher für Münster. In der Folge wird das Abwehrsystem des TSV öfters gnadenlos ausgehebelt, eklatante Abschlußschwächen der Gäste verhindern jedoch weitere, sicher geglaubte Tore. Hoffnung keimt auf, als Joshua Diehl nach dem Platzverweis von Münsters Amanuel Abraha (60.) schnell auf 2:4 verkürzen kann. Aber leider ist die Hoffnung größer als danach das Können. Münster lässt in Seckmauern heute nichts anbrennen. Am Ende steht eine verdiente Niederlage gegen groß aufspielende Gäste.

 

Neben den anderen Langzeitverletzten (Friedrich, Zöller und Oppermann) muss Seckmauern auch auf den gelbrot-gesperrten Jannik Beck sowie Joshua Klewar verzichten.

 

Schon wenige Sekunden nach Anpfiff profitiert der auffallend gefährliche Tareq Hamed von einem Fehler von Hakan Calis, aber Torwart David Schäfer kann den 16m-Schuß festmachen (1.). Seckmauern antwortet: nach einem Freistoß von Dario Hener kommt Dion Prostmeyer an den Ball, ein Schuß, ein Strich und der Ball landet aus 13m im Kasten Münsters. Ein Tor für den Bilderrahmen (2.). Dieser Treffer gibt dem TSV aber leider keine Motivation für die kommende Minuten, die Gäste dagegen legen richtig los. In den nächsten zwanzig erspielen sie sich gegen eine konfuse TSV-Abwehr mehrere 100%ige Tormöglichkeiten, vergeben diese jedoch mehr kläglich als mit Pech. Der Treffer zum 1:1 nach neun Minuten fällt erst, nachdem Seckmauern mehrmals den Ball nicht aus der Gefahrenzone schlagen kann, Kreher hat aus 10m dann freie Bahn (9.). Als Calis mit zwei Beinen in den Mann springt hat er Glück, dass er nur den gelben Karton erhält (19.).

 

Während Seckmauern in der Abwehr einen wilden Ritt nach dem andern hinlegt und nach vorne wenig geht, spielt Münster wie aus einem Guß. Erst nach einer halben Stunde dann so etwas wie eine Möglichkeit für Seckmauern: nach einer Flanke von Joel Prostmeyer wird Diehl beim Kopfball leider zu stark behindert (30.). Amanuel Abreha hat das 1:2 auf dem Fuß, Tim Eckert klärt. In dieser Szene bleibt Münster aber weiter am Ball, nur mit viel Glück verhindert der TSV das Gegentor (36.)
Dieses fällt einige Minuten später, nochmals durch Kreher: wieder bringt Seckmauern den Ball nicht geklärt (an der Torauslinie), Kreher ist da und erzielt mühelos das 1:2 (42.). In der Nachspielzeit der ersten Hälfte schließt dann Tareq Hamed aus 16m präzise ab zum 1:3 (45.+1). Ein Doppelschlag vor der Halbzeit.

 

Nach dem Wechsel ändert sich nichts an der Statik des Spiels: bei Münster ist fast jeder Angriff gefährlich, Seckmauern kommt über vorbildlichen Einsatz nicht hinaus. Zuerst ist wieder Münsters Tareq Hamed gefährlich (47.), im Gegenstoß touchiert eine Hereingabe von Dion Prostmeyer noch gefährlich das Lattenkreuz. Wieder im direkten Gegenzug ist die TSV-Defensive völlig von der Rolle, Kreher markiert das deprimierende 1:4 (49.).

 

Der eingewechselte Jason Fuchs hätte nach 58 Minuten mehr aus seiner Chance machen können, als er mehr durch Zufall freie Schußbahn erhält, sein Abschluß bleibt jedoch schwach. Nach einem Zweikampf mit Hener tritt Münsters Abreha am Boden liegend nach Hener und erhält dafür glatt Rot (60.). Aber auch mit einem Mann weniger macht Münster weiter wie bisher: Tareq Hamed erzielt danach beinahe das 1:5 (62.).
Bei Seckmauern setzt die Überzahl für Momente neue Kräfte frei. Luca Siebenlist verpasst nach einem Eckball per Kopf ganz knapp (67.). Eine Minute später gelingt Diehl das 2:4: Fuchs zieht aus 16m ab, Keeper Jascha Hamm klatscht den Ball nach vorne ab, Diehl staubt aus 15m sehenswert ab (68.).

 

Während Seckmauern weiter kämpft und schafft und macht und trotzdem keine nennenswerten Aktionen zusammenbringt, ist Münster weiter tonangebend und hat weitere klare Torchancen. Schäfer muss sich nach einem 16m-Schuß von Anas Hamed mächtig strecken (73.), ein Kopfball von seinem Bruder Tareq wird auf der Torlinie geklärt (74.). Nach einem Konter gegen die „offene“ Abwehrformation des TSV gelingt dem eingewechselten Nassim El Yassimi das 1:5 (77.). Es ist wieder so ein Tor von den insgesamt fünf Treffern, die aus keiner der 100%igen Chance entstammen. Die 100%igen vergeigt Münster, trifft dafür mit seinen „normalen“ Tormöglichkeiten.
Zu allem Unglück erhält dann auch noch Tim Eckert nach einem Zweikampf mit Tareq Hamed die gelb/rote Karte. Eine harte Entscheidung, denn beide gehen mit vollem Einsatz in den Zweikampf hinein und Eckert ist auch eher am Ball.

 

Bevor der insgesamt gut leitende Schiedsrichter aus Wiesbaden die Begegnung abpfeift, vergibt Münster nochmals zwei glasklare Torchancen: Anas Hamed dribbelt sich durch, ist frei und vergibt (87.), dann lauft Tareq Hamed frei auf Schäfer zu und scheitert an diesem (89.).

 


 

17 tabelle muenster(aus echo-online.de)

Fußball Odenwald
Seckmauerns Serie nach „hirnloser Leistung“ gerissen

Der TSV Seckmauern verliert erstmals in dieser Gruppenliga-Saison ein Heimspiel. Gegen den SV Münster agiert die Oppermann-Elf „kopflos“ und nicht „gruppenliga-tauglich“.

 

Seckmauern. Der TSV Seckmauern kassierte in der Fußball-Gruppenliga seine erste Heimniederlage und unterlag dem SV Münster mit 2:5 (1:3). „Jede Serie geht irgendwann mal zu Ende, das ist Fußball“, erklärte der verletzte TSV-Spielertrainer Lucas Oppermann im Anschluss. Seine Mannschaft sei zwar „auf Heimsieg programmiert“ gewesen, habe aber eine „hirnlose und unclevere Leistung“ gezeigt, die so „nicht gruppenligatauglich“ gewesen sei.

 

TSV Seckmauern agiert kopflos
„Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf zu fehlendem Engagement oder Willen machen, aber wir haben in viel zu vielen Situationen völlig kopflos agiert und hatten einige Totalausfälle auf dem Platz“, monierte der 39-Jährige. Dabei startete der TSV eigentlich vielversprechend in die Partie: Bereits nach drei Minuten brachte Dion Prostmeyer die Odenwälder nach einer Freistoß-Situation mit 1:0 in Front. Die Antwort folgte allerdings prompt durch Timo Kreher, der zunächst ausglich (10.) und kurz vor der Pause mit seinem zweiten Treffer den Sportverein in Führung brachte (43.).

Ein Distanzschuss von Spielmacher Tareq Hamed besorgte den Gästen sogar noch die Zwei-Tore-Führung zur Pause (45 + 1.). Und auch im zweiten Abschnitt machte Münster weiter Druck und erzielte das vierte Tor: Angreifer Timo Kreher staubte ab und schnürte seinen Dreierpack (51.). Doch die Gäste schwächten sich nach einer Stunde, als Amanuel Abreha wegen Nachtretens mit glatt Rot vom Platz musste. „Wir wollten dann in Überzahl irgendwie nochmal zurück ins Spiel finden und wenigstens einen Punkt noch mitnehmen“, erklärte Oppermann.

 

Auch Seckmauerns Eckert sieht die Ampelkarte
Doch dem 2:4 von TSV-Angreifer Joshua Diehl (69.) folgte keine wilde Aufholjagd mehr, sondern Nassim El Yassini entschied die Partie mit dem 5:2 für Münster endgültig (79.). In den letzten Minuten agierten beide Mannschaften außerdem wieder in Gleichzahl, weil bei den Hausherren Tim Eckert kurz vor Schluss noch die Ampelkarte sah. „Das war insgesamt leider weit weg von dem, was wir in der Lage sind zu leisten. Daher geht der Sieg für Münster heute auch absolut in Ordnung. Jetzt heißt es unsere Wunden lecken, gut regenerieren und trainieren und dann nächsten Sonntag gegen Geinsheim wieder eine bessere Leistung abzurufen“, forderte Oppermann.

 

Florian Mehm

 


 

Fußball Darmstadt/Darmstadt-Dieburg
Gruppenliga: Ausgleich per Handelfmeter in der Nachspielzeit

In der Fußball-Gruppenliga kassiert der SV Groß-Bieberau einen späten Ausgleich. TSV Altheim gewinnt etwas glücklich, Viktoria Griesheim mit Kantersieg.

Darmstadt. In der Fußball-Gruppenliga Darmstadt hat der SV Groß-Bieberau beim 3:3 gegen Schlusslicht SV 07 Geinsheim einen sicher gelaubten Sieg aus der Hand gegeben. Dagegen trumpfte der SV Münster beim TSV Seckmauern auf und fuhr einen 5:2-Sieg ein. Trotz passabler erster Halbzeit hatte der FC Alsbach beim Spitzenreiter VfB Ginsheim nichts zu bestellen und unterlag mit 0:3. Weiter Kurs Richtung Klassenerhalt hält Aufsteiger TSV Altheim, der sich sich mit 2:1 gegen die SKV Büttelborn durchsetzte. Einen 6:0-Kantersieg feierte Viktoria Griesheim im Spiel gegen den SV Fürth.

SV Groß-Bieberau kassiert Handelfmeter in der Nachspielzeit
SV Groß-Bieberau – SV 07 Geinsheim 3:3 (0:1). „Wieder einmal haben wir die erste Halbzeit verschlafen, zumal Geinsheim einen starken Auftritt bei uns hatte“, meinte Bieberaus Spielausschussvorsitzender Ronald Gerhardt. Die Gäste zeigten einen mutigen Auftritt gegen pomadige Bieberauer. Für die Quittung sorgte Geinsheims Seidel (42.) mit dem 1:0. Nach der Pause waren die Bieberauer viel druckvoller. Der schnelle Doppelschlag von Dietrich (48.) und Faude (50.) machte das deutlich. Als der eingewechselte Aktürk (61.) auf 3:1 erhöhte, schien der Weg zum Heimsieg geebnet. Doch dann kehrte der Schlendrian erneut ein und Geinsheim nutzte das zum 2:3 durch Engel (82.), ehe ein von und Finger verwandelter Handelfmeter in der Nachspieltzeit (90.+3) noch das unverhoffte Remis sicherte.

TSV Seckmauern – SV Münster 2:5 (1:3). Wieder einmal war das große Manko beim SVM die schlechte Chancenverwertung, auch wenn es am Ende zu einem klaren Auswärtserfolg kam. Den schnellen Rückstand durch Seckmauerns Prostmeyer (3.) drehten Kreher (10./43.) und Tareq Hamed (45.) in eine Pausenführung, wobei weitere Chancen vergeben wurden. Nach dem Wiederanpfiff erhöhte Kreher (51.) auf 4:1. Als aber Diehl (69.) verkürzte, geriet Münster aus dem Takt, auch weil zuvor Abreha (62.) mit Rot vom Platz musste. Mit dem Treffer von El Yassini (79.) zum 5:2 war der verdiente Erfolg jedoch eingetütet. Gelb-Rot: Eckert (83./Seckmauern).

VfB Ginsheim – FC Alsbach 3:0 (0:0). Alsbach begann stark und Kowalski (3.) scheiterte nur knapp am Pfosten. Auf der anderen Seite hatten Özer und Lutz die Ginsheimer Führung auf dem Fuß. Alsbach machte mit solider Abwehrarbeit dem VfB das Leben schwer, auch wenn man bei einem Lattentreffer von Özer (30.) Glück hatte. Gleich nach dem Seitenwechsel brachte das 1:0 durch Özer (47.) die Gäste zwar aus dem Tritt, aber die Abwehr des FCA hielt dem Druck lange Zeit stand, ehe Özer (76.) und Groß (83.) doch noch für einen klaren Sieg des Tabellenführers sorgten. Vor allem das Auftreten seiner Mannschaft im ersten Durchgang konnte Alsbachs Trainer Steffen Gils positiv vermerken.

TSV Altheim – SKV Büttelborn 2:1 (1:1). In der ersten Halbzeit war von Altheim nichts zu sehen. Umso mehr vom Tabellenvorletzten Büttelborn, der das Spiel kontrollierte und sich einige gute Tormöglichkeiten erspielte. Unter anderem bewahrte zweimal das Toraluminium Altheim vor einem Rückstand. Schließlich war es David Heinz (39.), der per Foulelfmeter für das überfällige 1:0 der Gäste sorgte. Aus dem Nichts traf dann Altheims Yagmur (45.+3) zum Ausgleich. „Das war ziemlich schmeichelhaft für uns. Wir waren eine Halbzeit lang ziemlich von der Rolle“, befand Altheims Trainer Adis Ahmetovic. Als bald nach der Pause Diarra (51.) per Foulelfmeter zum 2:1 für Altheim traf, war das wie ein Startschuss für eine bedingungslose Offensive der Gastgeber. Allerdings vergab man reihenweise bester Tormöglichkeiten. So scheiterte Abdi wiederholt im Eins gegen Eins an Büttelborns Schlussmann Francioso. Von Büttelborn dagegen sah man nicht mehr viel. Altheim gelang es aber nicht, mit dem möglichen dritten Treffer den Deckel auf das Spiel zu setzen, so dass es am Ende bei dem knappen Ergebnis blieb.

Griesheim bringt Fürth beim 6:0 schnell aus dem Konzept
Viktoria Griesheim – SV Fürth 6:0 (3:0). Absteiger (Griesheim) gegen Aufsteiger (Fürth) kennzeichnete die Partie, an deren Ende ein klarer Sieg des Verbandsliga-Absteigers Griesheim stand. Das 1:0 von Stumpf (2.) brachte Fürth schnell aus dem Konzept. Fortan stand die wackelige Abwehr der Gäste ständig unter Druck, was Stumpf (19.) per Kopf nach Eckball und Lorenz (45.+1) zum deutlichen Pausenergebnis nutzten. Es folgten Einbahnstraßenfußball und weitere Tore von Stumpf (64./74.) und Aimene (89.) zum 6:0 Kantersieg, der bei besserer Chancenverwertung sogar noch höher hätte ausfallen können.

Michael Sobota

 


 

Fußball Groß-Gerau/Rüsselsheim
Dramatische Aufholjagd des SV 07 Geinsheim wird belohnt

SV 07 Geinsheim holt spät noch einen Punkt in Groß-Bieberau. Dersim Rüsselsheim kämpft sich empor. Büttelborn verliert bitter. Gruppenliga-Spitzenreiter Ginsheim tut sich schwer.

 

Kreis Groß-Gerau. „Für uns war das ein unfassbar wichtiger Punkt“, freute sich der Sportliche Leiter des SV 07 Geinsheim, Stuart Martinez, über ein 3:3 in Groß-Bieberau. Eine bittere Niederlage für die SKV Büttelborn gab es bei Aufsteiger TSV Altheim. Mit einem Auswärtssieg kehrte Dersim Rüsselsheim von der Bergstraße zurück und konnte durch die Niederlage von Riedrode den Rückstand auf die Aufstiegsränge in der Gruppenliga auf zwei Punkte verkürzen. Lange tat sich hingegen der Tabellenführer aus Ginsheim schwerer als gedacht gegen den Abstiegskandidaten aus Alsbach.

 

Geinsheim kassiert „Tiefschlag“ und punktet kurz vor Schluss
SV Groß-Bieberau – SV 07 Geinsheim 3:3 (0:1). Eine zerfahrene Partie war das, bei der keine der beiden Mannschaften zunächst dominierten. Viel mit langen Bällen operierten die Gastgeber, was den Spielfluss hemmte. Gegen Ende der ersten Halbzeit gewannen die Geinsheimer etwas die Oberhand und gingen dank David Seidel mit einer Führung in die Pause. Danach waren die Mannschaften wie ausgewechselt. Geinsheim verschlief den Start, Groß-Bieberau war hellwach mit drei Treffern in 15 Minuten. „Das war ein Tiefschlag“, so Geinsheims Sportlicher Leiter Martinez. Dann aber legte Geinsheim wieder den Schalter um. Brian Engel läutete mit dem Anschlusstreffer eine dramatische Schlussphase ein, Patrick Fingers Elfmeter brachte in der letzten Minute der Nachspielzeit den verdienten Punkt. Tore: 0:1 Seidel (42.), 1:1 Dietrich (48.), 2:1 Faude (50.), 3:1 Aktuerk (61.), 3:2 Engel (82.), 3:3 Finger (90+3./FE).

 

TSV Altheim – SKV Büttelborn 2:1 (1:1). Klar im Griff hatte die SKV die Partie im ersten Durchgang und ging per Elfmeter in Führung – unberechtigt nach Empfinden des TSV. Altheim hatte nun Wut im Bauch und ging mit Drang nach vorne, während die SKV-Abwehr gut dagegenhielt. Unglücklich, dass quasi mit der letzten Aktion der ersten Hälfte Arda Yagmur aus der Feldmitte abzog und der Ball im Netz landete. Im zweiten Durchgang gab es schnell Elfmeter für Altheim und den Siegtreffer – Konzessionsentscheidung nach Meinung der SKV. Doch dies gab Altheim Sicherheit, während Büttelborn bemüht anrannte und glücklos blieb. „Wir hatten das Spiel im Griff, treffen mehrfach Pfosten und Latte und verlieren wieder“, so Uli Rein anschließend. Tore: 0:1 Heinz (39./FE), 1:1 Yagmur (45.+3), 2:1 Diarra (51./FE.).

 

Emir Arik schießt Dersim Rüsselsheim zum Dreier
FC 07 Bensheim – Dersim Rüsselsheim 0:2 (0:1). Emir Arik war der Matchwinner, erzielte beide Rüsselsheimer Tore. Für Dersim-Spielertrainer Antonio Pascali ein wichtiger Sieg auf fremdem Platz. Tore: 0:1 Arik (4.), 0:2 Arik (52.).

 

Erst Glück, dann ist Ginsheim voll da
VfB Ginsheim – FC Alsbach 3:0 (0:0). Zur Pause stand es noch 0:0. Das Tor von Can Cemil Özer gab dem Favoriten Selbstvertrauen und plötzlich war der Favorit voll da. „Es war ein Abbild des Spiels vergangene Woche in Fürth. In der ersten Halbzeit klappt bei uns nichts, wir haben sogar Glück, nicht in Rückstand zu geraten“, sagte VfB-Trainer Jonas Schuster, der beim Schuss an den Innenpfosten in der 2. Minute die Luft anhalten musste. Alsbach drängte und verlegte sich effektiv aufs Kontern, ohne Erfolg. „Wir dürfen nicht immer eine Halbzeit verschlafen. Wir müssen von Beginn an unser Potenzial auf den Rasen bringen“, warnt Schuster davor, die kommenden Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. Tore: 1:0 Özer (47.), 2:0 Özer (76.), 3:0 Gross (83.).

 

Marc Schüler

 


 

Fußball Bergstraße
Marc Perchner unterstreicht die Ansprüche des VfR Fehlheim

Fußball-Gruppenliga: Mittelstürmer des VfR Fehlheim mit vier Toren gegen Zweiten FSG Riedrode. SV Fürth unterirdisch, FC Fürth geläutert. SG Wald-Michelbach bekommt nicht genug.

 

Bergstraße . Der VfR Fehlheim hat in der Fußball-Gruppenliga ein Ausrufezeichen gesetzt, kam im Bergsträßer Derby gegen die FSG Riedrode zu einem glatten Heimsieg und fügte dem Tabellenzweiten die dritte Saisonniederlage zu. Die Fehlheimer verkürzten den Rückstand auf die Gäste auf fünf Punkte, bleiben in Schlagdistanz zu Relegationsplatz zwei.

 

VfR Fehlheim – FSG Riedrode 5:0 (1:0). Die FSG hatte einen gebrauchten Tag, nichts funktionierte. „Wir haben zu viele Fehler gemacht und das wurde bestraft“, so der Sportliche Leiter Thorsten Göck. Die schwierigen Platzverhältnisse taten ihr Übriges. Doch dieses Problem hatten beide Seiten. Und so konnte Göck sein Team auch nicht aus der Verantwortung nehmen: „Die Körpersprache hat mir heute nicht gefallen.“ Zudem habe sich die Mannschaft teils kapitale Fehler in Ballannahme und Passspiel geleistet. Ballverluste in der Vorwärtsbewegung kamen dazu, und VfR-Mittelstürmer Marc Perchner war eiskalt, traf viermal. „Wir hatten nur einen Torschuss“, sagte indes Göck.

Verständlich, dass Fehlheims Trainer Sebastian Lindner hochzufrieden mit dem Spielausgang und der Vorstellung seines Teams war. Lindner hob vor allem die Leidenschaft und den Siegeswillen hervor: „Das war eine überragende Vorstellung. Wir haben von Beginn an hervorragend gegen den Ball gearbeitet. Riedrode ist bei Ballbesitz so nur wenig eingefallen.“ Tore: 1:0 Lüderwald (7.), 2:0, 3:0, 4:0, 5:0 Perchner (56., 58., 68., 89.). – Schiedsrichter: Depta (Mannheim). – Zuschauer: 80. – Beste Spieler: Perchner/keine.

 

SG Wald-Michelbach – TSV Auerbach 6:1 (1:1). Die Mannschaft von SGW-Trainer Benjamin Sigmund erzielte zwischen der 93. und 96. Minute drei Tore, weil Auerbach in der Schlussphase alles nach vorne geworfen hatte in der Hoffnung auf einen späten Punktgewinn. Und Wald-Michelbach konterte. Doch bis dahin war es ein hartes Stück Arbeit für die Überwälder gegen einen spielstarken Gegner. „Wir haben sehr kompakt gestanden und jeder hat für jeden gekämpft“, lobte Jörg Gräber, Sportlicher Leiter der SGW. Neuzugang Lucas Wernet wurde in der 64. Minute eingewechselt und erzielte in der vierten Minute der Nachspielzeit das 4:1 für die Gastgeber. Tore: 0:1 Terhart (21.), 1:1, 2:1 Lammer (27., 49.), 3:1 Brauch (90.+3), 4:1 Wernet (90.+4), 5:1 Guarino (90.+6). – Schiedsrichter: Radl (SV Biebesheim). – Zuschauer: 120. – Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rot für De Simone (80., TSV) wegen Meckerns. – Beste Spieler: geschlossene Leistung auf beiden Seiten.

 

Viktoria Griesheim – SV Fürth 6:0 (3:0). Die Mannschaft von Trainer Jochen Ingelmann lag bereits nach 30 Sekunden zurück, „weil wir einfach nicht da waren“, wie der Coach sagte: „Wir haben es nie geschafft, Kompaktheit herzustellen.“ Die Abstiegsnot der Odenwälder vergrößert sich. „Wir haben heute vier Schritte zurückgemacht, machen elementarste Sachen brutalst schlecht“, ärgerte sich Ingelmann: Es fehlte alles – das hatte heute mit Gruppenliga nichts zu tun“. Tore: 1:0, 2:0 (1., 19.), 3:0 Lorenz (45+1.), 4:0. 5:0 Stumpf (64., 74.), 6:0 Aimene (89.). – Schiedsrichter: Tavasolli (SKG Rumpenheim). – Zuschauer: 100. – Beste SVF-Spieler: keine.

 

FC Fürth – TS Ober-Roden 3:0 (1:0). Wichtiger Heimsieg für die Mannschaft von Trainer Ralf Ripperger nach zuletzt vier Niederlagen in Folge. „Das war die erhoffte Reaktion“, sagte Sportdirektor Marco Knapp. Fürth agierte von Beginn an griffig in den Zweikämpfen, giftig und mit der nötigen Konsequenz vor dem Tor. Der Aufsteiger hofft denn auch auf eine Trendwende. „Aber wir schauen von Spiel zu Spiel“, sagte Knapp, dessen Team schon am Dienstag im Pokal in Rimbach spielt. „Der Unterschied heute war die Intensität“, sagte der Sportdirektor zum Spiel seiner Mannschaft: „Wir haben als Mannschaft verteidigt und jeder hat jeden gepusht.“ Der FC Fürth wollte gestern ein Zeichen setzen. „Das ist uns eindrucksvoll gelungen“, sagte Knapp. Tore: 1:0 Gebhardt (26.), 2:0 Adamek (50.), 3:0 Sielmann (75.). – Schiedsrichter: Maaß (FV Neuenhaßlau). – Zuschauer: 100. – Besondere Vorkommnisse: Gelb-Rot für Jozic-Naumann (55., TS) wegen wiederholten Foulspiels; Gelb-Rot für Ernst (75., FCF) wegen Meckerns. – Beste FCF-Spieler: geschlossene Leistung.

 

FC 07 Bensheim macht zu wenig aus seinen Möglichkeiten
FC 07 Bensheim – Dersim Rüsselsheim 0:2 (0:1). Es war keine schlechte Leistung des FC 07, doch es lief am Sonntag wenig zugunsten des Traditionsvereins. Bereits in der fünften Minute erzielte Rüsselsheim das 1:0 nach abgefälschter Flanke. Kurz nach Wiederanpfiff war es ein umstrittener Elfmeter, der die Auswärtsmannschaft mit 2:0 in Führung brachte. FC 07-Spieler Alban Sheji grätschte in höchster Not im Strafraum, und der Ball flog an seinen Rücken. Die Schiedsrichterin zeigte wegen Handspiels auf den Elfmeterpunkt. „Für uns war es kein Handspiel“, sagte Trainer Constantin Renner, wollte die Schuld für die Niederlage aber nicht auf andere schieben. „Wir waren oft in aussichtsreicher Position, haben aber zu wenig daraus gemacht.“ Ein Beispiel: Fynn Lautenschläger wurde im Strafraum freigespielt, doch die An- und Mitnahme funktionierte nicht ideal. Die Chance, frei vor dem Torwart abzuschließen, war vertan. Trotzdem kann man dem FC 07 kaum Vorwürfe machen. Die Konter in der zweiten Hälfte gegen sich verteidigte er gut, unter anderem durch den aufmerksamen Enrico Claus. Nach vorn war Bensheim am Drücker – doch der letzte Pass kam nie an. Tore: 0:1 Arik (5.), 0:2 Arik (52., Handelfmeter). – Schiedsrichter: Hinrichs (Hanau). – Zuschauer: 80. – Beste Spieler: geschlossene Leistung/Tayboga. (jz/net/ü/maz/ü).

 

Jan Zehatschek und Redaktion

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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