Dario Hener (am Boden) schnippelt den Ball mit der Fußspitze über die Torlinie zum 1:2-AnschlußtrefferTSV Seckmauern II – FSV Erbach 1:5 (0:2)
Tore: 0:1 Burgio (23.), 0:2 Aktürk (29.), 1:2 D.Hener (57.), 1:3 da Silva (68.), 1:4 Kizilyar (74.), 1:5 da Silva (76.)
Schiedsrichter: Andreas Buchmüler (Mühltal) - Zuschauet: 80
TSV Seckmauern II: Schäfer, L.Engel (83.R.Friedrich), Wagner, Calis, F.Engel, D.Siebenlist, Klotz (71.F.Hener), Marco Raitz, Schwinn, Lechner (36.A.Raitz), D.Hener (86.Rudzinski)
FSV Erbach: Jahic, da Silva, Abravci, Nickel, Burgio, Agrimi, Reeg, Aktürk, Klakan, Aytekin, Kizilyar – (82.Turco, 90.McClanahan)
Wer könnte die FSV Erbach in der A-Liga Odenwald wohl besiegen? Eine Mannschaft, die gespickt ist mit ehemaligen Regional-, Hessen- und Verbandsligaspielern und damit schon eine „unverschämte“ Qualität für diese Klasse aufweist. Erbach, in gewisser Weise eine Art Hummetroth 2.0, bleibt auch im neunten Spiel ohne Punktverlust und gewinnt bei der TSV-Reserve mit 5:1. Diesmal nicht zweistellig. Aber es hätte gegen eine stark ersatzgeschwächte Reserve zweistellig werden können, wenn diese nicht wieder überragende Kampf- und Laufarbeit sowie große Moral an den Tag gelegt hätte. Dies und ein guter Torwart David Schäfer lassen deshalb nur fünf Tore zu.
Als Dario Hener, einziger Leihspieler aus der 1A, nach 57 Minuten der Anschlusstreffer zum 1:2 gelingt, „schwimmt“ Erbach sogar für ein paar Minuten. Die Möglichkeit zum Ausgleich liegt in dieser Phase in der Luft. Nach einem energischen Antritt von Marco Raitz und dessen anschließend gefährlicher Hereingabe in den Strafraum wird der Ball in höchster Not zur Ecke geklärt (62.). Und auch nach dem Eckball herrscht dicke Luft im Erbacher Strafraum. Kurz danach erzielt da Silva (ehemals Nico Struwe) aus abseitsverdächtiger Position leider das 1:3 (65.). Nach dem Doppelschlag zum 1:4 (74.) und 1:5 (76.) ist bei Seckmauern der Stecker gezogen und Erbach spielt die Partie locker und mit weiteren guten Tormöglichkeiten herunter.
Erbach spielt von Beginn Fußball, wie man es eigentlich von weitaus höherklassigen Mannschaften gewohnt ist. Schnell, passsicher, genau. Der auch heute wieder überzeugende TSV-Spieler Hakan Calis spitzelt dem einschussbereiten 23-Tore-Mann Osman Aktürk den Ball vom Fuß (6.), Keeper Schäfer rettet zweimal per Fußreflex gegen Leonidas Reeg (8.) und da Silva (14.). Nachdem der überragende Giuseppe Burgio ebenfalls an Schäfer scheitert (19.), nimmt dieser vier Minuten später Maß und macht mit einem 17m-Kunstschuß ins linke untere Toreck den Dosenöffner für Erbach (23.).
Jetzt ist Erbach endgültig im Flow, aber die Reserve arbeitet weiter unbeirrt und gut gegen den Ball, stellt Passwege zu. Leider können die Spieler gewonnene Bälle selten länger festmachen, da auch Erbach gut presst. Aktürk gelingt mit einem Kopfball das 0:2 (29.), dieses Ergebnis hält man bis zur Pause.
Auch in der zweiten Hälfte das gleiche Bild: Erbach ist maßlos überlegen, aber Seckmauern hält weiter tapfer dagegen. Nachdem da Silva eine 100%ige liegen lässt (53.), kommen die für die Reserve aufregenden Minuten zwischen der 57. und 67. Minute, in denen man auch mehrmals gefährlich vor das Erbacher Gehäuse kommt (s.o.). Aber nach dem 1:5 eine Viertelstunde vor Schluss ist die Partie entschieden. Erbach macht nicht mehr als nötig, Seckmauern kommt noch zweimal vor das Tor Erbachs. Den besten Angriff davon schließt der junge Alex Raitz mit einem beherzten Schuss aufs Tor ab (80.).
Zwischen beiden Mannschaften liegen heute fußballerische Welten. Gefühlt sind es 2-3 Ligen. Die Reserve beweist aber eindrucksvoll, was man mit Einsatz, Kampf und Moral alles bewegen und erreichen kann. Eine Reserve, die seit Wochen auf der letzten Rille läuft und trotzdem bemerkenswertes abruft. Es ist unglaublich: Trainer Manuel Seifert hat eine Mannschaft mit einer festen Struktur geformt, die fast jeder Widrigkeit trotzt. Solange die Achse Schäfer – Calis – Marco Raitz und Zatocil (oder Max Raitz, heute Dario Hener) steht und funktioniert, können sich die anderen daran ausrichten und orientieren. Mehr Ausfälle darf es aber nicht mehr geben.
(aus echo-online.de)
Spitzenreiter FSV Erbach setzt Höhenflug fort
Die FSV Erbach gewinnt in der A-Liga deutlich gegen den TSV Seckmauern II. Der SV Hummetroth II schiebt sich auf Platz zwei. Auch Vielbrunn und Gammelsbach holen wichtige Siege.
ODENWALDKREIS. Mit dem neunten Sieg in Serie und 66:3 Toren ist Fußball-A-Ligist FSV Erbach auf dem Weg in die nächsthöhere Spielklasse. Auch der TSV Seckmauern II konnte beim 1:5 gegen die Kreisstädter nichts holen. Ähnlich konstant tritt dahinter der SV Hummetroth II auf, der sich am VfL Michelstadt auf Rang zwei vorbeischob. Das Spiel SG Rothenberg gegen FC Finkenbachtal musste abgesagt werden.
TSV Seckmauern II – FSV Erbach 1:5 (0:2). Giuseppe Burgio (25.) und Osman Aktürk (30.) legten gegen gut verteidigende Platzherren vor. Das 1:2 von Dario Siebenlist (58.) brachte die Erbacher kurzzeitig ins Wanken. Weitere Chancen zum möglichen Ausgleich waren vorhanden, doch da fehlte die Effektivität. Ein Doppelschlag von Christian Da Silva (65., 75.) bereitete für die Gäste den Weg zum Auswärtssieg. Seckmauerns Reserve investierte in der zweiten Hälfte mehr und gab auch nie auf. „Wir waren zudem ersatzgeschwächt angetreten“, sagte Seckmauerns Uli Wagner: „Wir haben uns auch nach dem fünften Gegentreffer, den wiederum Da Silva (76.) markierte, gut aus der Affäre gezogen. Am verdienten Erbacher Erfolg gibt es keine Zweifel.“
SV Hummetroth II – FV Mümling-Grumbach 4:2 (1:1). Starker Beginn des SVH II, der sich mit dem Tor von Isaak Somov (9.) belohnte. Mümling-Grumbach zeigte sich unbeeindruckt, drehte das Spiel durch den Distanzschuss von Leon Belt (38.) und Leo Daum (46.). Lange Bestand hatte die Gästeführung aber nicht, denn postwendend glich Somov (50.) aus. „Für die zweite Hälfte hatten wir uns viel vorgenommen, blieben fokussiert und fanden auch zur gewohnten Griffigkeit zurück, die uns weitere Chancen bot, die wir zum Sieg nutzten“, sagte Spielertrainer Nikola Castro. Mikhail Tapia Silva (60.) sowie Gino Minty (73.) besorgten die alles entscheidenden Treffer.
SG Nieder-Kainsbach und KSG Vielbrunn feiern Heimsiege
SG Nieder-Kainsbach – SSV Brensbach II 3:1 (0:0). Bereits in der ersten Hälfte war Nieder-Kainsbach die tonangebende Mannschaft, die mehrfach Latte und Pfosten traf – nur eben nicht ins Tor. Das Gast stand tief gestaffelt, besaß selbst keine Tormöglichkeit. Mit viel Wille und Kampf blieb die SSV II zur Pause ohne Gegentreffer. Dafür lief es bei den unzufriedenen Platzherren nach der Pause besser: Björn Kabel (51., 84., Foulelfmeter) und Florian Finger (60.) legten vorentscheidend vor. Brensbach kam nur noch zu wenig Entlastung, markierte aber immerhin noch den 1:3-Anschlusstreffer durch Denys Sheletytskyi (87.) für die bis zum Ende kampfbetonten Brensbacher.
KSG Vielbrunn – Türk Breuberg 2:1 (1:0). Die KSG spielt sich weiter aus der Ergebniskrise. „Wir haben sehr konzentriert angefangen und verdient geführt“, so Klaus Reinartz von der KSG. Roman Schiedlowski war es, der nach zehn Minuten die Fußballer aus dem Höhenort in Front brachte. Breuberg war schon in der ersten Hälfte mit dem 0:1 gut bedient. „Sebastian Serba und Roman Schiedlowski vergaben noch etliche Chancen.“ In den zweiten 45 Minuten blieb Vielbrunn konzentriert und vor allem fokussiert: „Das war schon sehr souverän, was unsere Mannschaft da zelebrierte“, brachte es Reinartz auf eine griffige Formel. Über weitere Tore durften sich die Zuschauer auch freuen: Wiederum Roman Schiedlowski (60.) traf zur Entscheidung. Moustafi Sali (80.) stellte den Anschlusstreffer her, für stets bemühte Breuberger, die bis zum Schlusspfiff alles versuchten und nie aufgaben.
SV Gammelsbach holt drei Punkte in Sensbachtal
TSV Sensbachtal – SV Gammelsbach 1:2 (1:1). In einem ausgeglichenen, aber gleichzeitig auch hart umkämpften Spiel führte Sensbachtal nach einem Gammelsbacher Fehler mit 1:0. Noah Ulrich (32.) nutzte die Situation und war prompt zur Stelle. Im direkten Gegenzug glückte Marvin Ondruch (33.) der Ausgleich. Nach dem Seitenwechsel war Sensbachtal am Drücker, versuchte erneut, eine Führung herbeizuführen: „Unsere Mannschaft hat alles versucht, viel investiert, aber ein weiterer Treffer wollte uns einfach nicht gelingen“, berichtete Karlheinz Neuer vom TSV. In der Schlussphase wurde Gammelsbach stärker, präsentierte sich selbstbewusst und kam durch Moritz Ondruch (84.) zum viel umjubelten Siegtreffer, der nicht mal unverdient war, weil die Gastgeber nach einer Stunde einen Bruch in ihrem Spiel erkennen ließen und sie dadurch nicht mehr so zwingend in ihrer Spielweise auftraten.
Thomas Nikella
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