30 sv fuerth spielszene vor tsv torSchwerstarbeit hatte die TSV-Abwehr um Torwart David Schäfer und Phil Stapp auch schon in der ersten Hälfte zu verrichtenSV Fürth – TSV Seckmauern 9:1 (2:1)

Tore: 1:0 Schwinn (9.), 1:1 Hener (23.), 2:1 Marx (38.), 3:1 Dolicanin (47.), 4:1 Schwinn (59.), 5:1 Diefenbach (63.), 6:1 Weise (66.), 7:1 Kabel (73.), 8:1 Elenberger (80.), 9:1 Eckstein (85.)

Schiedsrichter: Adil Challioui (Offenbach)    -    Zuschauer: 150

 

SV Fürth: Hummel, Weise, Geisinger, Kempf (70.Böhmer), Eckstein, Marx, Incirkus, Babic, Dolicanin (70.Elenberger), Diefenbach, Schwinn (65.Kabel)  -  (70.Schuhmacher, 71.Flohr)

TSV Seckmauern: Schäfer, T.Eckert, Stapp, J.Prostmeyer (57.Strebel), Beck, L.Siebenlist, J.Fuchs, D.Hener, Klewar (18.Alili), Diehl, M.Raitz (64.Arnheiter) 

 

Diesen Tag hat sich Seckmauern gegen den Mitabstiegskonkurrenten so nicht vorgestellt. Zwar läuft man spielermäßig buchstäblich auf der letzten Rille und muss auch einige angeschlagene Spieler ins Gefecht werfen. Trotzdem deutet sich eine hohe Niederlage zur Halbzeit nicht an. Bis dahin hält Seckmauern die Begegnung noch einigermaßen offen. Als kurz nach der Halbzeit schnell das 3:1 fällt, brechen beim TSV alle Dämme. Bis auf wenige Ausnahmen verlieren die Spieler gegen die passsicheren Hausherren komplett die Bindung zum Spiel. Es misslingen die einfachsten Dinge. Auch von der Außenlinie bleiben in dieser Phase Korrekturmaßnahmen aus. Als dann auch noch das Aufbäumen ausbleibt, kann der Gegner den TSV regelrecht filetieren. Ein zweistelliges Ergebnis ist, wie vor einigen Wochen gegen den FC Fürth (0:10), leicht möglich.

In dieser Verfassung und Form und besonders mit diesem Abwehrverhalten ist Seckmauern nicht gruppenligatauglich. Trotzdem ist der Zug noch nicht abgefahren, in den restlichen Spielen ist noch alles möglich. Mutige Entscheidungen könnten dabei helfen.

 

Nach 20 Sekunden kommt Jason Fuchs am 16er frei zum Schuß, SV-Torwart David Hummel hält. Aber schon vier Minuten später taucht Chris Diefenbach allein vor David Schäfer auf, der TSV-Keeper gewinnt das Duell (4.). Diese Szene ist nicht die letzte Szene in den verbleibenden 86 Minuten, in der die TSV-Abwehr derart leicht ausgespielt werden kann. Manche davon können zwar mit großem läuferischem Aufwand geklärt werden, diese verbrauchten Körner fehlen am Ende dann aber woanders. Dieses Abwehrverhalten zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison, Konsequenzen daraus werden nicht gezogen.

 

Seckmauern bleibt davon jedoch unbeeindruckt, kommt zu zwei Halbchancen. Ein Schuß von Joel Prostmeyer wird abgeblockt (6.), dann verpasst Prostmeyer einen gut getimten langen Ball von Phil Stapp knapp per Kopf (8.). Im Gegenzug wird der TSV zum 0:1 ausgekontert: Patrick Babic ist auf und davon, sein Pass in die Mitte zum freistehenden Lars-Eric Schwinn wird von diesem verwertet (9.).
Aber Seckmauern ist weiter gut in der Partie, spielt (noch) unbeeindruckt weiter. Ein Schuss von Joshua Diehl wird von Hummel zur Ecke geklärt, nach dieser Ecke wird der Schuss von Stapp abgeblockt (10.). Danach wird ein Tor der Gastgeber wegen Abseits annulliert, nachdem die TSV-Abwehr wieder klassisch ausgekontert ist (17.).

Bei einem 35m-Freistoß vom präsenten Jannik Beck hat Hummel seine Probleme (20.). Dario Hener köpft wenige Minuten später zum 1:1 ein, als er eine punktgenaue Flanke von Tim Eckert verarbeitet (23.). Bis dahin läuft es für Seckmauern optimal. Aber schon nach dem Anstoß wird die TSV-Abwehr wieder ausgehebelt, Adis Dolicanin strebt allein auf Schäfer zu, verzieht aber den Ball und übersieht dabei den freistehenden Babic (24.). In den nächsten Minuten muss Seckmauern einige gefährliche Aktionen der Gastgeber überstehen. Zwischendrin hat Fürth nach einer Flanke von Eckert etwas Glück, die Abnahme von Fuchs paradiert Hummel zur Ecke. Und auch nach der Ecke wirken die Gastgeber nicht souverän (33.).

 

Diese Szene ist praktisch die letzte nennenswerte Aktion Seckmauerns. Jetzt erhält Fürth klar die Oberhand. Ein Knackpunkt dann in der 38.Minute. Es spielen sich innerhalb von Sekunden turbulente Szenen vor Schäfer ab, der eigentlich abgewehrt Ball drischt Yannik Marx aus 20m ins linke untere Eck zum 2:1 für Fürth. Kurz vor der Halbzeit sieht man einen SV-Angriff mit 5 Spielern gegen 3 TSVler (41.). Umgekehrte Verhältnisse würden hier Sinn machen.

 

Kurz nach der Pause bekommt Dilicanin den Ball durchgesteckt und erzielt mühelos das 3:1 (47.). Auch hier ist die Abwehr Seckmauerns wieder offen wie ein Scheunentor. Was danach folgt ist schlimm für die mitgereisten Fans des TSV. Ist man von Beginn an schon spielerisch unterlegen, bricht bei schwülem Wetter jetzt auch die kämpferische Komponente weg. Es ist kein Aufbäumen zu erkennen gegen einen Gegner, der, wie Seckmauern, mit im Abstiegsschlamassel steckt. Der TSV zerfällt praktisch in seine Einzelteile. Und Fürth tritt das Gaspedal durch und spielt seinen Gegner in der Folge vor sich her.
Das 4:1 entsteht nach einem Missverständnis zwischen Schäfer und Stapp (59.), das 5:1 ist ein Sonntagsschuß von Diefenbach (63.), beim 6:1 wird die Abwehr klassisch ausgespielt (66.). Nennenswert ist noch das 9:1 durch einen Hammer-Freistoß (85.).

 

Die Mannschaft hat sich angesichts der durchgängig schlechten Personallage bisher recht gut geschlagen. Sie kann einem aber jetzt richtig leidtun, weil dies einfach nicht mehr zu kompensieren ist. Hener und Klewar gehen angeschlagen in die Partie, wobei für Klewar schon nach knapp 20 Minuten wieder Schluss ist. Heute muss Prostmeyer verletzt den Platz verlassen. Seckmauern gehen die Unterschiedsspieler aus. Trotzdem ist es rechnerisch noch möglich, den Abstieg zu verhindern. Wenn man das möchte, muss in den letzten vier Spielen mindestens nochmals die gewohnte Kampfkraft mobilisiert werden und die Bissigkeit zurückkehren. Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich zuhause gegen die schon abgestiegenen Alsbacher.

 


 

30 tabelle sv fuerth(aus echo-online.de)

Fußball Odenwald
Seckmauerns Klatsche lässt Lucas Oppermann sprachlos zurück

Der TSV Seckmauern taumelt in der Fußball-Gruppenliga dem Abstieg entgegen. Gegen den SV Fürth kommt die Oppermann-Elf mächtig unter die Räder.

 

Fürth. Der TSV Seckmauern hat in der Fußball-Gruppenliga im Kampf um den Klassenerhalt einen herben Rückschlag erlitten. Die Odenwälder boten bei Konkurrent SV Fürth eine desolate Leistung im zweiten Spielabschnitt und unterlagen deutlich mit 1:9 (1:2). „Eine Niederlage, die auch in der Höhe in Ordnung geht“, räumte der verletzte TSV-Spielertrainer Lucas Oppermann ein.

Dabei habe sein Team in der ersten Halbzeit eine akzeptable Leistung gezeigt und hätte mit etwas Glück sogar selbst in Führung liegen können. Das frühe 1:0 der Gastgeber durch Lars-Eric Schwinn, der nach Flanke von Patrik Babic einnetzte (10.), konnte der TSV durch einen Kopfball von Dario Hener noch kontern (23.). Kurz vor der Pause ging Fürth durch einen Distanzschuss von Yannick Marx dann wieder in Führung (38.). „Für das, was dann in der zweiten Halbzeit passiert ist, fehlen mir einfach die Worte“, erklärte Oppermann.

 

TSV Seckmauern kassiert mehr als 100 Gegentore
So kassierten die Odenwälder im zweiten Abschnitt noch sieben Gegentore, überschritten damit für diese Spielzeit die Schwelle zum dreistelligen Bereich (insgesamt 104 Gegentreffer) und stellen die schlechteste Defensive der Liga. Dem 3:1 von Adis Dolicanin (48.) folgte zunächst der zweite Treffer von Lars-Eric Schwinn (59.). Außerdem trugen sich noch Chris Diefenbach (63.), Leon Weise (66.), Björn Kabel (74.), Melvin Elenberger (81.) und Nils Eckstein, der den 9:1-Endstand besorgte (85.), in die Torschützenliste ein. „Das war leider Kinderfußball und weit weg von jedem Gruppenliga-Niveau, was wir da nach der Pause angeboten haben, vor allem in der Zweikampfführung“, kritisierte Oppermann. Die personellen Probleme und verletzungsbedingten Ausfälle alleine dürften dabei nicht als Erklärung dienen. Seckmauern rutscht damit auf den 16. Platz ab und taumelt der Kreisoberliga immer weiter entgegen.

 

Durch den Sieg des SV Geinsheim gegen die TSV Auerbach beträgt der Abstand auf den voraussichtlichen Relegationrang 13 nunmehr sieben Zähler. „Wir müssen uns überlegen, ob wir in den letzten vier Spielen noch ein Statement Pro Gruppenliga setzen möchten oder ob wir uns damit abfinden. Du kannst zwar auch mal schlecht spielen, aber wir haben in der zweiten Halbzeit gar nicht mehr gespielt“, bemängelte Oppermann.

 

Florian Mehm

 


 

Fußball Bergstraße
Dank Müller: VfR Fehlheim gewinnt das Verfolgerduell

Mit dem 1:0 bei Dersim Rüsselsheim festigt der VfR Fehlheim den zweiten Tabellenplatz in der Gruppenliga. SV Fürth schießt neun Tore, FC 07 Bensheim sieben und der FC Fürth fünf.

 

Bergstraße . Der VfR Fehlheim konnte in der Fußball-Gruppenliga das Verfolgerduell bei Dersim Rüsselsheim mit 1:0 für sich entscheiden und festigte durch diesen Auswärtssieg seinen zweiten Tabellenplatz. Kantersiege feierten SV und FC Fürth sowie der FC 07 Bensheim, der seine Chance auf den Klassenverbleib wahrte.

 

SV Fürth – TSV Seckmauern 9:1 (2:1)
„Mit uns ist diese Saison noch zu rechnen“, sagte SVF-Sportchef Valeri Biljuk. Die Gastgeber kamen nach zähem Start immer besser ins Spiel – und mit Wiederanpfiff richtig gut ins Rollen. Die Kabinenansprache von Trainer Jochen Ingelmann hatte offenbar Wirkung. Denn der SV war in der zweiten Halbzeit vor allem über Außen mit dem starken Yannick Marx, der mittlerweile Linksverteidiger spielt, aktiver als noch in Halbzeit eins. Leon Weise konnte alle Zweikämpfe gewinnen. Und Lars-Eric Schwinn pushte auch als Motivator. „Ich freue mich, dass sich unsere Jungs heute für die harte Arbeit der vergangenen Woche belohnt haben – Abstiegskampf ist immer auch Nervensache“, so Biljuk. Ingelmann führte zuletzt viele Gespräche mit Einzelnen und dem Kollektiv. Biljuk: „Wir haben Mentalität gezeigt wie im Aufstiegsjahr.“ Tore: 1:0 Schwinn (10.), 1:1 Hener (24.), 2:1 Marx (38.), 3:1 Dolicanin (48.), 4:1 Schwinn (59.), 5:1 Diefenbach (63.), 6:1 Weise (66.), 7:1 Kabel (74.), 8:1 Elenberger (81.), 9:1 Eckstein (85.). – Schiedsrichter: Cahllioui (SKG Rumpenheim). – Zuschauer: 150. – Beste SVF-Spieler; Marx, Weise, Schwinn.

 

SKV Büttelborn – FC Fürth 1:5 (0:3)
Die Mannschaft von Trainer Ralf Ripperger landete einen Pflichtsieg gegen bereits abgeschlagene Büttelborner, die sich allerdings zu keinem Zeitpunkt aufgegeben haben. Doch die Fürther brachten von Anfang an die richtige Einstellung auf den Platz angesichts der Mission Aufstiegsrennen. Der Blick der FC-Verantwortlichen ging denn auch immer wieder aufs Parallelspiel Dersim Rüsselsheim (Tabellendritter, 57 Punkte) gegen VfR Fehlheim (Zweiter, 60 Punkte). Diese Partie endete 0:1 aus Sicht der Rüsselsheimer. „Das ist ein bisschen schade, weil man halt gehofft hat, dass sie sich gegenseitig die Punkte nehmen“, sagte FC-Sportdirektor Marco Knapp. „Wir sind jetzt trotzdem noch vier Punkte von Fehlheim weg.“ Doch ein Dämpfer war der Spieltag keineswegs. Knapp: „Wir haben immer noch alle Möglichkeiten.“ Tore: 0:1 Gensel (6.), 0:2 Adamek (12.), 0:3 Gebhardt (35.), 1:3 Kouraji (58.), 1:4, 1:5 Gebhardt (70., 90.). – Schiedsrichter: Reinke (SV Haingründau). – Zuschauer: 100. – Beste FCF-Spieler: Sielmann, Gebhardt.

 

Dersim Rüsselsheim – VfR Fehlheim 0:1 (0:1)
Grundlage des Erfolges im Spitzenspiel war eine starke Defensivleistung, mit der Fehlheim im zweiten Sbschnitt die Führung, die Belmin Müller (42.) kurz vor dem Pausenpfiff gelang, verteidigen konnte. „Kompliment an meine Jungs, die heute als geschlossene Einheit aufgetreten sind, gut gegen den Ball gearbeitet und den Platz am Ende nicht unverdient als Sieger verlassen haben“, bilanzierte VfR-Trainer Sebastian Lindner zufrieden. Lindner sprach dabei von einer Partie, die für die gut 300 Zuschauer zwar „kein fußballerischer Leckerbissen“, war, aber dennoch einem Spitzenspiel gerecht wurde. „Beide Teams wollten den Sieg, in der Schlussphase wurde es dann auch ein wenig hitziger, doch Schiedsrichter Paul hatte die Partie zu jedem Zeitpunkt im Griff“, lobte der Fehlheimer Coach den Unparteiischen. Tor: 0:1 Müller (42.). – – Schiedsrichter: Paul (Bommersheim). – Zuschauer: 300. – Beste Fehlheimer Spieler: geschlossene Leistung.

 

SV Geinsheim – TSV Auerbach 4:1 (3:1)
Nach neun ungeschlagenen Spielen am Stück musste Auerbach mal wieder eine Niederlage hinnehmen. „Wir haben zu keinem Zeitpunkt im Spiel unsere Leistung abrufen können“, sprach TSV-Trainer Peter Brandenburger von einer verdienten Niederlage. Geinsheim, das noch gegen den Abstieg kämpft, zeigten insgesamt mehr Wille als die Rot-Weißen und war in den direkten Duellen wacher und zielstrebiger. Dennoch wollte Brandenburger mit seiner Mannschaft nicht allzu hart ins Gericht gehen: „Ich mache den Jungs keinen Vorwurf. Nach den letzten Wochen kann so ein Spiel mal passieren.“

Auerbach geriet schnell in der Partie in Rückstand und hatte in der ersten Halbzeit nur eine kurze Phase von 15 Minuten, „in dem wir unseren Fußball gespielt haben“. Knackpunkt war, dass Geinsheim noch vor dem Halbzeitpfiff zum 3:1 kam. In der zweiten Hälfte konnte Auerbach das Ruder dann nicht mehr herumreißen. Tore: 1:0 Frick (15.), 2:0 (20.), 2:1 Fuller (35.), 3:1 (42.), 4:1 Brehm (60.). – Schiedsrichter: Deisenroth. – Zuschauer: 70. – Beste Spieler: Finger, Engel, Melchior/Fetsch.

 

FC 07 Bensheim – TSV Altheim 7:2 (2:1)
Der FC 07 Bensheim lebt, wahrte die Chance auf den Klassenverbleib. Vor allem aber schoss sich die Mannschaft von Trainer Constantin Renner den Frust der vergangenen Wochen von der Seele. Dabei musste Bensheim zu Beginn einen Schockmoment überstehen, als Altheim unmittelbar nach dem Anstoß zur ersten guten Tormöglichkeit kam, bei der es vor dem 07-Gehäuse brandgefährlich wurde. „Heute hatten wir das Spielglück, das uns in vielen anderen Spielen gefehlt hat“, bilanzierte Renner. Zur Halbzeit sei auch ein anderer Spielstand möglich gewesen. In der zweiten Halbzeit stabilisierte sich Bensheim defensiv und lies nicht mehr viel zu. Offensiv blieben Renners Schützlinge aber gefährlich und spielten die vielen Umschaltmomente diesmal konsequent zu Ende. Tore: 1:0 Seyfried (19., Handelfmeter), 2:0 Sheji (27.), 2:1 Dantse (32.), 3:1 Köhler (50.), 4:1 Dennis Konietzko (55.), 4:2 Dantse (67., Handelfmeter), 5:2 Köhler (74.), 6:2 Budimir (83.), 7:2 Heilig (90.). – Schiedsrichter: Acar. – Zuschauer: 75. – Beste Spieler: Köhler, Sheji/Sandikci, Arikan. (jz/net/ü/niwa/ü)

 

Jan Zehatschek und Redaktion

 


 

Fußball Groß-Gerau/Rüsselsheim
Gruppenliga: Dersim Rüsselsheim verspielt wohl Aufstieg

Aufstiegshoffnungen von Dersim Rüsselsheim erhalten mit der Heimniederlage gegen Konkurrent VfR Fehlheim einen herben Dämpfer. SV 07 Geinsheim zeigt Moral im Abstiegskampf.

 

Kreis Groß-Gerau. Den Aufstieg endgültig verspielt hat Dersim Rüsselsheim wohl dank der 0:1-Heimniederlage gegen Konkurrent VfR Fehlheim. Drei Punkte Rückstand und ein schlechteres Torverhältnis minimieren die Chancen, das gesteckte Saisonziel noch zu erreichen. Währenddessen zeigte der SV 07 Geinsheim nach der knappen Niederlage im Nachholspiel beim 4:1 gegen Auerbach eine großartige Leistung, während Büttelborn mit 1:5 eine weitere Niederlage hinnehmen musste.

 

Dersim Rüsselsheim – VfR Fehlheim 0:1 (0:1). Für Dersim Rüsselsheim war dies das wichtigste Saisonspiel, umso mehr schmerzt die Niederlage gegen den direkten Aufstiegskonkurrenten. Dank des 3:2-Sieges von Fehlheim am Donnerstag im Nachholspiel gegen Geinsheim musste Dersim schon vor diesem Spitzenspiel in der Gruppenliga-Tabelle mit dem unliebsamen Platz drei vorlieb nehmen. Klar dabei die Ausgangslage: Mit einem Sieg hat Dersim den Platz für die Aufstiegsrelegation selbst in der Hand, mit einem Unentschieden käme es auf die letzten Saisonspiele an, und bei einer Niederlage sinken die Chancen auf die Aufstiegsrelegation beträchtlich. Nervös begannen beide Mannschaften, auch wenn die Gastgeber ein erstes Ausrufezeichen in der zweiten Minute mit einem strammen Schuss aus 22 Metern setzten. Doch diesen konnte der Fehlheimer Schlussmann parieren, anschließend spielte sich die Partie hauptsächlich im Mittelfeld ab.

Dersim: Aufstiegsrelegation nicht mehr in eigener Hand

„Marc Percher hätte fast aus fünf Metern Fehlheim in Führung gebracht, da reagierte unser Torwart sensationell. In der 42. Minute kam der Ball dann von der rechten Seite flach in die Mitte, und Evangelos Politakis konnte ihn sich von links auf rechts legen und aus fünf Metern einschieben. Da haben wir geschlafen“, erklärte Dersim-Teammanager Cem Ilhan. Auch im zweiten Durchgang blieben zwingende Chancen bei beiden Mannschaften Mangelware, und viel spielte sich im Mittelfeld ab. „Wir haben in der Abwehr wenig zugelassen, aber im Sturm kam leider auch nicht mehr viel. Vorne hätte mehr passieren müssen. Am Ende wurde es wegen den Emotionen leider noch hitzig, Tore wollten aber keine mehr fallen“, so Ilhan weiter. „Wir müssen nun in den nächsten vier Spielen alles geben, das Beste draus machen und versuchen alle Punkte zu holen. Denn leider haben wir die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation nicht mehr selbst in der Hand.“ Tor: 0:1 Politakis (42.).

 

SV 07 Geinsheim – TSV Auerbach 4:1 (3:1). Zwei schwere Brocken standen für den SV 07 Geinsheim auf dem Programm. Am Donnerstag musste das Team im Nachholspiel gegen den Aufstiegskandidaten VfR Fehlheim antreten, am Sonntag kam Aufstiegskandidat TSV Auerbach nach Geinsheim. Teuer verkaufte sich der abstiegsbedrohte SV 07 in Fehlheim und unterlag knapp 2:3. „Wir gehen 1:0 in Führung, bekommen dann aber von deren guter Offensive drei Gegentreffer. Wir haben uns gut verkauft, auch wenn wir am Ende keinen Punkt vorweisen konnten“, bilanzierte der Sportliche Leiter Stuart Martinez. Fest vorgenommen, es besser zu machen, hatte sich Geinsheim und setzte dies auch um. Grandios legte der SV 07 los und ging dank einem Doppelschlag von Fabien Frick in der 17. und 24. Minute mit 2:0 in Führung. Ähnlich wie im Hinspiel hatte Geinsheim den Gegner im Griff, selbst der Anschlusstreffer durch Ellington Haskel Fuller (33.) brachte Geinsheim nicht aus dem Tritt. Brian Engel stellte nur vier Minuten später den alten Abstand wieder her. Yannik Brehm macht in der 57. Minute das vorentscheidende 4:1. „Ein hochverdienter Sieg. Wir wissen, dass Druck da ist, aber wir können den Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen. Auf dieses Spiel können wir aufbauen“, so Martinez. Tore: 1:0 Frick (17.), 2:0 Frick (24.), 2:1 Fuller (33.), 3:1 Engel (37.), 4:1 Brehm (57.).

 

SKV Büttelborn chancenlos im Heimspiel
SKV Büttelborn – FC Fürth 1:5 (0:3). Keine Chance gegen den FC Fürth hatte der Tabellenletzte SKV Büttelborn. Dabei hoffte die SKV mit einer Überraschung noch Anschluss an den FC Alsbach zu bekommen, doch Fürth erwies sich wie erwartet als eine Nummer zu groß für die SKV. „Es ist vielleicht ein Tor zu hoch ausgefallen. Fürth war die reifere Mannschaft und man hatte immer das Gefühl, dass sie noch eine Schippe drauflegen können. Hatten nie das Gefühl, dass wir das Spiel noch wenden können. Nach dem 0:3 war die Partie gegessen, auch wenn unser Anschlusstreffer mit der ersten Ballberührung von Marco Vrdoljak nochmal Kräfte freisetzte“, so Peter Krieg vom Abteilungsvorstand dazu. Tore: 0:1 Gensel (8.), 0:2 Adamek (12.), 0:3 Gebhardt (34.), 1:3 Vrdoljak (58.), 1:4 Gebhardt (70.), 1:5 Gebhardt (90.+3.).

 

Marc Schüler

 


 

Fußball Darmstadt/Darmstadt-Dieburg
Nach 0:6: Der Abstieg des FC Alsbach ist besiegelt

Nach der klaren Niederlage gegen den SV Groß-Bieberau, der in der Fußball-Gruppenliga auf gutem Weg ist, geht es für den FC Alsbach runter. Für den TSV Altheim wird es brenzlig.

 

Darmstadt. In der Fußball-Gruppenliga Darmstadt ist der FC Alsbach nach der 0:6-Heimniederlage gegen den SV Groß-Bieberau nun auch rechnerisch abgestiegen. Auch für den TSV Altheim wird es nach der 2:7-Niederlage beim FC 07 Bensheim noch einmal eng im Kampf um den Klassenerhalt. Dagegen kann der SV Groß-Bieberau für die dritte Saison in der Gruppenliga planen. Das Spiel von Viktoria Griesheim gegen Tabellenführer VfB Ginsheim wurde auf den 13. Mai verlegt.

Bereits am 30. April hatte der SV Münster in einem vorgezogenen Spiel mit dem 3:0-Erfolg gegen die TS Ober-Roden einen großen Schritt hin zum Klassenerhalt gemacht. An der Spitze wiederum gewann der VfR Fehlheim das Verfolgerduell bei Dersim Rüsselsheim mit 1:0 und festigte den zweiten Tabellenrang, der zur Aufstiegsrelegation berechtigt.

 

SV Groß-Bieberau schon zur Pause durch
FC Alsbach – SV Groß-Bieberau 0:6 (0:4). Wie so oft in dieser Saison war das Spiel für den FC Alsbach bereits zur Halbzeitpause verloren. Gleich in der Anfangsphase der Partie sorgte der Doppelschlag von Sven Halbig (3.) und Schreiber (6.) für lange Gesichter bei den Gastgebern. Erst nach einer Viertelstunde konnte man sich etwas von dem Druck der Gäste befreien. Doch kaum hatte man besser ins Spiel gefunden, markierte Schreiber (18.) das 3:0 für die konsequenten Gäste. Als dann auch noch Tim Halbig (34.) die orientierungslose FCA-Abwehr mit dem 0:4 düpierte, war die Sache gelaufen.

Bezeichnend auch, dass erst kurz vor der Halbzeit Alsbachs Karrer den Groß-Bieberauer Schlussmann Allmann mit einem Freistoß ernsthaft prüfen konnte. Nach dem Wiederanpfiff erhöhte Aktürk (51.) auf 5:0. Danach ließen es die Gäste merklich ruhiger angehen. Hwang (71.) hatte für die Gastgeber den Ehrentreffer auf dem Fuß, scheiterte aber ebenfalls an Groß-Bieberaus Torwart. Den Schlusspunkt setzte Mendes (87.) und machte das halbe Dutzend an Toren voll. Pech hatte der Groß-Bieberauer Arikan (90.) mit einem Aluminiumtreffer.

 

Nach dem 1:3 ist beim TSV Altheim die Luft raus

FC 07 Bensheim – TSV Altheim 7:2 (2:1). Für den TSV Altheim wird es im Kampf um den Klassenerhalt nach der deftigen 2:7-Niederlage beim FC Bensheim noch einmal eng. Schließlich sind es nur noch vier Punkte Abstand zum Relegationsplatz gegen den Abstieg. Vor allem die vielen Gegentore aus den vergangenen Spielen geben zu Denken.

Die auf einem Abstiegsplatz stehenden Bergsträßer verbuchten den besseren Start für sich. Seyfried (19.) mit Handelfmeter und Sheja (27.) legten das 2:0 vor. Altheim wehrte sich nach Kräften und blieb durch den Anschlusstreffer von Dantse (32.) im Spiel. Allerdings nutzte man in der Folge seine Chancen nicht, um bis zur Halbzeit zum Ausgleich zu kommen. Nach der Pause und dem 3:1 von Köhler (50.) war der Stecker allerdings gezogen bei den Gästen. In regelmäßigen Abständen kamen die Gastgeber gegen eine immer mehr nachlassende Altheimer Elf zu weiteren Toren. Konietzko (55.), Köhler (74.) und Budimir (83./90.+1) sorgten für ein Altheimer Debakel, woran auch der zweite Treffer von Dantse (67./Foulelfmeter) zum zwischenzeitlichen 2:4 nichts änderte. Am kommenden Sonntag empfängt Altheim den Tabellendritten Dersim Rüsselsheim und darf sich keine weitere Niederlage erlauben.

 

Michael Sobota