Mit einem strammen Volleyschuß nach Ecke von Jannik Beck erzielt Phil Stapp das zwischenzeitliche 4:2FC Bensheim – TSV Seckmauern 4:5 (2:3)
Tore: 1:0 Seyfried (7./HE), 1:1 Klewar (13.), 1:2 Diehl (28.) 2:2 Budimir (42.), 2:3 Hener (45.+3), 2:4 Stapp (51.), 2:5 ET Capello (52.), 3:5 Blüm (78.), 4:5 Hallo (79.)
Schiedsrichter: Loris Langlitz (Erlensee) - Zuschauer: 80
Besonderheit: gelb/rot für Seyfried (90.+4/ FC)
FC Bensheim: Kurz, Capell, Konietzko, Seyfried, Sheij, Blüm, Halla, Linke, Budimir, Hechler, Köhler (62.Albrecht, 70.Heilig)
TSV Seckmauern: Schäfer, T.Eckert, Stapp, J.Prostmeyer, L.Siebenlist, Beck, J.Fuchs, Alili (73.Arnheiter), D.Hener, Klewar (44.M.Raitz), Diehl
Einen immens wichtigen Auswärtssieg holt sich Seckmauern beim direkten Abstiegskonkurrenten aus Bensheim, durchläuft in den insgesamt 94 Spielminuten dabei mehr Höhen als Tiefen. Und hat endlich auch mal wieder das Spielglück auf seiner Seite. Nach starkem Beginn der Hausherren, bespielt der TSV seinen Gegner erfolgreich und führt nach gut fünfzig Minuten fast schon sensationell mit 5:2. Das 6:2 durch Jason Fuchs wird wegen eines fragwürdigen Abseits´nicht gegeben (61.). Zu diesem Zeitpunkt ist Bensheim fußballerisch leblos. Ein unnötiger Fehler vom bis dahin überragenden Keeper David Schäfer haucht dem Gegner nochmals Leben ein. Innerhalb von zwei Minuten steht das Spiel wieder auf der Kippe. Aber diesmal bleiben die Seckmäurer Spieler standhaft und lassen sich nicht mehr die Butter vom Brot nehmen. Am Ende bedeutet dieser stolze Sieg jedoch lediglich EIN Schritt in Richtung Klassenerhalt, andere Heldentaten müssen folgen. Ein Nackenschlag muss der TSV aber trotzdem wieder hinnehmen: Aljosha Klewar muss kurz vor Pause wegen einer Oberschenkelzerrung ausgewechselt werden.
In der ersten Viertelstunde drückt Bensheim. In dieser Phase ist wieder das schwache Abwehrverhalten des TSV sichtbar, das einem, gefühlt bei fast jedem Angriff, den Atem stocken lässt. Deshalb ist es doppelt ärgerlich, dass der Ball vom insgesamt auffälligen Linksaußen Basil Daniel Köhler beim Flanken die Hand Tim Eckerts trifft und Timo Seyfried den Elfmeter sicher verwandelt (6.). Seckmauern übersteht diese Spielphase aber mit Glück und Geschick und kommt nach zehn Minuten selbst zu einer ersten guten Chance: Jannik Beck fordert Keeper Dominik Kurz mit einem Freistoß aus 18m (10.). Wie aus dem Nichts schlägt dann ein Schuß von Klewar aus ca. 18m im Tor zum 1:1 ein (13.). Jetzt kommt Seckmauern besser ins Spiel, Bensheim bleibt aber weiter gefährlich. Eine Minute nach dem Ausgleich reagiert Torwart David Schäfer glänzend gegen Budimir (14.), ein 25m-Schuß von Dennis Konietzka streift die Querlatte (17.) und nochmals Budimir verzieht (20.).
Danach reißt bei Bensheim irgendwie der Faden und Seckmauern hält mehr als gut dagegen. Nachdem man sich 1-2 Minuten in Strafraumnähe der Gastgeber festgespielt hat, verfehlt ein Kopfball von Joshua Diehl nur knapp das Tor (23.). Dieses gelingt ihm fünf Minuten später nach Flanke von Beck – und der TSV liegt 2:1 in Führung (28.). Und Diehl erhält weitere Tormöglichkeiten, das Ergebnis auszubauen. Nach einem Fehlpass der Bensheimer misslingt sein Heber gegen Kurz (31.), fünf Minuten später scheitert er am Keeper des FC (36.). Nach dieser Szene kann im Gegenzug auch Bensheims David Halla den Torwart nicht überwinden.
Der Ausgleich deutet sich so nicht an. Hener geht halbherzig in einen Zweikampf mit Budimir, der den Ball anschließend aus 18m ins lange Eck zirkelt (42.). Zu diesem Zeitpunkt ist Seckmauern allerdings mit einem Mann weniger auf dem Platz, weil sich Klewar verletzt hat und Max Raitz erst zum Einwechseln bereitsteht.
Kurz vor dem Seitenwechsel wird es nochmal heiß. Nach einem Konter verfehlt Diehl mit seinem Schuß das Tor (45.), ein Freistoß aus 30m zimmert Hener rechts unten ins gegnerische Tor zur 3:2-Führung (45.+3).
Auch nach der Pause spielen beide Teams weiter mit offenem Visier – mit vorerst gutem Ausgang für Seckmauern. Erst reagiert Schäfer bei einer gefährlichen Hereingabe hervorragend (48.), dann landet ein Schuß von Jason Fuchs bei Kurz (49.). Sekunden später ein echtes Highlight, als Phil Stapp einen Eckball volley und mit viel Schmackes ins Tor befördert – 2:4 (51.). Und es kommt noch besser. Nach einer weiteren Ecke unterläuft Fabio Capello ein Eigentor zum 2:5 (52.). In dieser Phase wirkt Bensheim unglaublich unsortiert.
Danach kontrolliert Seckmauern weitestgehend die Partie, ist aber defensiv weiter gefordert. Schäfer entschärft einen Schuß von Budimir (60.). Derselbe Spieler vergibt Sekunden später das 3:5, als er eine Köhler-Flanke aus 5m frei stehend über das Tor jagt (61.). Pech hat kurz vorher allerdings Fuchs, dem ein blitzsauberes Tor wegen Abseitsstellung (?) aberkannt wird (61.).
In der letzten Viertelstunde verliert Seckmauern etwas seine Linie. Prostmeyer und Schäfer retten großartig gegen Halla (75.). Dann passiert Schäfer ein Missgeschick: einen Ball will er an der Torauslinie ins Aus rollen lassen oder aufnehmen oder wegschlagen, Budimir stibitzt ihm den Ball, passt in die Mitte zu Niclas Blüm, der unbedrängt das 3:5 erzielt (78.). Eine Minute später gelingt Halla nach einem Konter gar das 4:5 (79.). Seckmauern wankt nun bedenklich, fällt aber nicht. Mit vereinten Kräften wird der knappe Vorsprung in den letzten Minuten verteidigt. Einzig ein Freistoß aus 18m sorgt noch für Gefahr, der Ball geht aber in die Mauer (81.).
Ein Glück, dass Bensheim nichts Entscheidendes mehr zulegen kann und Seckmauern einigermaßen Nervenstärke beweist. Der TSV hat in dieser Saison schon einiges erlebt, aber heute, nach dem Spielverlauf, noch ein Remis oder gar eine Niederlage zu kassieren, wäre an die Substanz gegangen.
Am kommenden Spieltag geht es gegen den Tabellenzweiten Dersim Rüsselsheim. Mit dem letzten Aufgebot (heute auch ohne Spielertrainer Lucas Oppermann (Bänderriss)) gelingt der überraschende Sieg in Bensheim. Gegen Rüsselsheim wird die Mannschaft noch weiter ausgedünnt, weil Klewar verletzt fehlen wird. Mal sehen, wie sich die letzten Verbliebenen dann schlagen.
Fußball Odenwald
TSV Seckmauern siegt gegen Bensheim in turbulentem Spiel
Der TSV Seckmauern hat sich in der Gruppenliga Darmstadt mit einem Auswärtssieg beim FC Bensheim zurückgemeldet. So lief das Spiel, in dem neun Tore fielen.
Bensheim. Befreiungsschlag für den TSV Seckmauern: Die Odenwälder haben am Sonntag in einem wilden Spiel beim FC 07 Bensheim gegen einen direkten Konkurrenten durch ein 5:4 (3:2) ihren ersten Auswärtssieg des Jahres gefeiert.
„Das war heute ein Sieg des Willens und auch absolut verdient, da wir unsere Grundtugenden auf den Platz gebracht haben“, lobte TSV-Spielertrainer Lucas Oppermann, der mit Innenbandriss ausfiel. Dabei gingen die Bergsträßer früh infolge eines Handelfmeters durch Timo Seyfried in Front (7.). Doch die Seckmäurer schlugen zurück und drehten die Partie durch die Angreifer Aljosha Klewar (13.) und Joshua Diehl (28.) auf 2:1.
Gruppenliga: TSV Seckmauern führte bereits mit 5:2
Dem zwischenzeitlichen Ausgleich von Bensheim-Torjäger Florian Budimir (42.) folgte noch vor der Pause dank eines Traum-Freistoßes aus knapp 30 Metern von Dario Hener die erneute TSV-Führung zum 3:2 (45.+3). Der einzige Wermutstropfen im ersten Abschnitt war jedoch die Verletzung von Torschütze Klewar, der ausgewechselt werden musste.
Doch die Gäste zeigten sich auch in der zweiten Halbzeit hungrig und erhöhten per Doppelschlag: Dem 4:2 von Innenverteidiger Phil Stapp (52.), der per Volleyabnahme nach einer Ecke einnetzte, folgte unmittelbar darauf nach einer Hereingabe des eingewechselten Maximilian Raitz der nächste Treffer durch ein Bensheimer Eigentor (52.). Damit hätte die Partie beim Stand von 5:2 entschieden sein können – es wurde allerdings noch einmal spannend.
TSV Seckmauern zieht in der Tabelle am FC Bensheim vorbei
„Du musst bei einer Drei-Tore-Führung im Ballbesitz besser verteidigen“, mahnte Oppermann. Die Hausherren kamen jedoch, nachdem sich TSV-Schlussmann David Schäfer, der ansonsten „eine absolute Top-Leistung“ zeigte, gegen Budimir im eigenen Strafraum verschätzte, noch einmal zum 3:5 (78.). Obwohl die Bergsträßer kurz darauf noch auf 4:5 verkürzten (80.), brachte Seckmauern den Vorsprung über die Zeit.
„Ich habe den Jungs immer gesagt, dass bei einem entsprechenden Einsatz von uns das Pendel auch wieder mal zu unseren Gunsten ausschlagen wird“, erklärte Oppermann, der neben Schäfer im Tor auch die Leistung von Rechtsverteidiger Tim Eckert explizit herausnahm. Seckmauern punktete damit im ausgerufenen „April der Wahrheit“ erstmals dreifach und zieht in der Tabelle an Bensheim vorbei auf Rang 14.
Florian Mehm
Fußball Bergstraße
SG Wald-Michelbach siegt erneut und meistert Nervenkrimi
Der dritte Sieg in Folge bringt die SG Wald-Michelbach auf Erfolgskurs. Trainer Sigmunds Team meistert das nervenraubende Kellerduell beim FC Alsbach und schafft den Anschluss.
Bergstraße. Es geht weiter aufwärts für die SG Wald-Michelbach um ihren Trainer Benjamin Sigmund. Die Überwälder landeten im Kellerduell der Fußball-Gruppenliga beim FC Alsbach ihren dritten Sieg in Folge und machten einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt.
FC Alsbach – SG Wald-Michelbach 0:2 (0:1). Abteilungsleiter Dimitri Loenko sprach von einem hochverdienten Sieg seiner Mannschaft, die es allerdings unnötig spannend machte. Denn Wald-Michelbach vergab viele Torchancen. Alsbach wurde in der zweiten Halbzeit zudem immer besser. Erst in der 85. Minute erlöste Kim Naas die SGW mit seinem zweiten Tor in einem wahren Nervenkrimi. Naas nutzte einen Pass in die Tiefe, ließ den Torwart aussteigen und traf zur Entscheidung. Der Offensivspieler hatte bereits in der ersten Minute für Furore gesorgt, als er jedoch noch am Pfosten scheiterte. Später dann erzielte der Torjäger das 1:0, ebenfalls nach einem schönen Pass in die Nahtstelle der FCA-Abwehr. „Wir haben heute von Beginn an die wichtigen Zweikämpfe gewonnen, die zweiten Bälle geholt und gut in die Tiefe gespielt“, sagte Loenko. Die Chancenverwertung allerdings war durchaus kritikwürdig. „Wir hätten nach der ersten Halbzeit höher führen müssen“, monierte der Abteilungsleiter. So witterte Alsbach in Halbzeit zwei seine Chance, wurde mutiger. „Ab der 70. Minute wurde das Spiel dann chaotisch“, sagte Loenko. Doch die Gäste behielten den Überblick und konnten vor allem auf Naas verlassen, der in den entscheidenden Momenten zur Stelle war. Tore: 0:1, 0:2 Naas (20., 85.). – Schiedsrichter: Challioui. – Zuschauer: 100. – Beste Spieler: geschlossene Leistung auf beiden Seiten.
Herber Rückschlag für die FSG Riedrode
FSG Riedrode – SV Geinsheim 2:4 (2:2). Die Mannschaft von FSG-Trainer Tobias Beltz musste sich nach dem deutlichen 0:7 im Pokal-Halbfinale gegen den SV Unter-Flockenbach auch den abstiegsgefährdeten Geinsheimern geschlagen geben. Thorsten Göck, Sportlicher Leiter der FSG Riedrode, war entsprechend enttäuscht vom Auftreten seiner Mannschaft – vor allem in Halbzeit zwei. „Die war grottenschlecht von uns“, sagte er über die zweite Hälfte. Das kräftezehrende Programm wollte Göck dabei nicht als Entschuldigung gelten lassen. „Geinsheim war im Kollektiv einfach besser“, sagte der FSG-Verantwortliche. Riedrode indes war in der ersten Halbzeit noch halbwegs auf Kurs. „Aber wir haben zwei Gastgeschenke verteilt“, sagte Göck mit Blick aufs 0:1, das aus einem verwandelten Foulelfmeter resultierte, und das 1:2 durch Fabien Frick in der 27. Minute. Die Gastgeber kamen zwar durch Leon Muench noch vor der Halbzeitpause zurück (2:2, 32.), doch mit Wiederanpfiff hatte Geinsheim zunehmend Kontrolle und gewann am Ende auch verdient. Tore: 0:1 Keller (5., Foulelfmeter), 1:1 Siegler (20.), 1:2 Frick (27.), 2:2 Muench (32.), 2:3, 2:4 Finger (81., 90+5.). – Schiedsrichter: Kaddouri. – Zuschauer: 130. – Bester FSG-Spieler: Ochenschläger.
FC 07 Bensheim – TSV Seckmauern 4:5 (2:3). Der Klassenverbleib für den FC 07 Bensheim rückt nach der 4:5-Niederlage im Duell gegen einen direkten Konkurrenten TSV Seckmauern wieder ein Stück in die Ferne. Eric Franke, der Constantin Renner an der Seitenlinie vertrat, sprach von einem „Tiefschlag“. Trotz eines guten Starts gaben die Nullsiebener die Spielkontrolle fahrlässig aus der Hand, weil „wir den Gegner zum Toreschießen eingeladen haben“. Zur zweiten Halbzeit nahm sich Bensheim noch einmal einiges vor, doch binnen zwei Minuten stellte Seckmauern auf 5:2. Trotz eines Doppelschlages gegen Ende der Partie gelang es Bensheim nicht mehr, das Ruder herumzureißen. Tore: 1:0 Seyfried (9., Handelfmeter), 1:1 Klewar (13.), 1:2 Diehl (28.), 2:2 Budimir (42.), 2:3 Hener (45.), 2:4 Stapp (51.), 2:5 Eigentor Capello (53.), 3:5 Blüm (78.), 4:5 Halla (80.). – Zuschauer: 120. – Beste Spieler: Seyfried/Beck.
VfR Fehlheim klettert auf Platz drei
VfR Fehlheim – Viktoria Griesheim 3:0 (2:0). Die „Rasenspieler“ krönten eine erfolgreiche Woche und sind durch diesen Erfolg einer der Gewinner des Spieltages. Die unmittelbaren Konkurrenten im Rennen um Platz zwei (Dersim Rüsselsheim und FSG Riedrode) patzten, sodass sich Fehlheim auf Platz drei verbesserte. Grundlage für den verdienten Heimsieg war eine geschlossene Mannschaftsleistung und die war nach den Kraftanstrengungen des VfR in der zurückliegenden Woche auch gefordert. „Man hat gemerkt, dass das heute das dritte Spiel innerhalb einer Woche war. Die Jungs sind schon ein wenig auf der der Rille gelaufen, haben aber defensiv gut gestanden und sich in der Offensive Chancen erspielt und diese genutzt“, berichtete ein zufriedener Sebastian Lindner. Tore. 1:0 Müller (13.), 2:0 Fritsche (34.), 3:0 Perchner (72.). – Zuschauer: 100. – Beste VfR Spieler: geschlossene Leistung.
SV Münster – TSV Auerbach 0:2 (0:1). Auerbach feierte den achten Sieg im achten Spiel des Jahres und rückt damit immer näher an den Aufstiegsrelegationsplatz heran. Zwischen den Pfosten musste Trainer Peter Brandenburger einen Wechsel vornehmen. Dominic Herbig ersetzte Konstantin Larkowitsch. Ebenso kehrte Ankido David in die Startformation zurück. Die TSV erwischte einen guten Start in einer insgesamt ausgeglichenen Begegnung und hatte in der ersten Halbzeit die „klareren Chancen“. Entsprechend war die 1:0-Führung durch Fuller zur Halbzeit auch verdient. Eine Viertelstunde nach Wiederanpfiff traf Benarides nach einer „sensationellen Einzelleistung“ zum 2:0. Den Vorsprung spielte die Brandenburger-Elf souverän zu Ende. Der Trainer lobte besonders die Art und Weise, wie seine Mannschaft verteidigte: „Die ganze Mannschaft hat sich gegen das Gegentor gestemmt.“ Tore: 0:1 Fuller (14.), 0:2 Benarides (60.). – Zuschauer: 80. – Beste Spieler: geschlossene Leistung. (jz/niwa/ü/net/ü).
Redaktion und Jan Zehatschek
Fußball Darmstadt/Darmstadt-Dieburg
Elf Gegentreffer: Debakel für den TSV Altheim in Ginsheim
Fußball-Gruppenligist TSV Altheim steckt beim Spitzenreiter eine herbe Packung ein. Auch Viktoria Griesheim patzt, während der SV Groß-Bieberau den Klassenerhalt fast sicher hat.
Darmstadt. Nach der 0:2-Heimniederlage im Abstiegsduell gegen die SG Wald-Michelbach hat der FC Alsbach nur noch theoretische Chancen auf den Klassenerhalt. Den hat dagegen der SV Groß-Bieberau nach dem 1:0-Erfolg beim Tabellenzweiten Dersim Rüsselsheim fast in der Tasche. Nichts zu bestellen hatte Viktoria Griesheim bei der 0:3-Niederlage beim VfR Fehlheim, noch weniger der TSV Altheim, der mit 0:11 ein Debakel bei Spitzenreiter VfB Ginsheim erlebte. Auf Augenhöhe mit dem TSV Auerbach spielte der SV Münster, quittierte aber dennoch eine 0:2-Heimniederlage.
FC Alsbach – SG Wald-Michelbach 0:2 (0:1). Von Beginn an setzten die Gäste Alsbach unter Druck. Gegen Dörsam (2.) musste FCA-Schlussmann Bonias gleich Kopf und Kragen riskieren. Glück hatten die Gastgeber auch, dass Naas (12.) nur den Pfosten traf und wenig später an Bonias scheiterte. Auf Alsbacher Seite gab es in der Offensive kaum etwas zu vermelden. Einzig ein Schussversuch von Afzali, der aber geblockt wurde, war da erwähnenswert. Zur Pause war der FCA mit dem 0:1 durch Naas (20.) noch gut bedient. Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich an den Kräfteverhältnissen kaum etwas. Die um den Ligaverbleib kämpfenden Gäste blieben am Drücker und hatten Chancen, das Ergebnis zu erhöhen. Dennoch hätte der Ausgleich fallen können, wenn der Torschuss von Alsbachs Benda (83.) nicht von der Linie geschlagen worden wäre. Mit dem 2:0, für das erneut Naas (85.) nach einem Konter sorgte, war die Sache gegen Alsbach gelaufen.
Aktürk kommt und schießt Groß-Bieberau zum Sieg
Dersim Rüsselsheim – SV Groß-Bieberau 0:1 (0:0). Bereits im ersten Durchgang präsentierte sich Groß-Bieberau in guter taktischer und kämpferischer Form. Rüsselsheim konnte keine zwingenden Torchancen erspielen, weil die Gästeabwehr aufmerksam und konsequent agierte. Nach vorne hatte der Gast durch Halbig und Schreiber eine Doppelchance, die jedoch nicht zur Führung genutzt wurde. Auch nach der Pause war Groß-Bieberau dem 1:0 näher als Dersim. Klinger scheiterte zweimal am Rüsselsheimer Toraluminium. Dann wurde SV-Torjäger Aktürk eingewechselt, der eine Unaufmerksamkeit der Dersim-Abwehr nutzte und das entscheidende Tor erzielte (82.). In den letzten Minuten wurde es dann nochmals hektisch, weil die Gastgeber alles nach vorne warfen. Groß-Bieberaus Abwehr blieb jedoch ein Bollwerk, an dem sich die Gastgeber die Zähne ausbissen.
Viktoria Griesheim bleibt vieles schuldig
VfR Fehlheim – Viktoria Griesheim 3:0 (2:0). Während man den Gastgebern anmerkte, dass es noch um etwas ging, fehlte es bei den Griesheimern an Biss und Einstellung. Vielleicht wäre manches anders verlaufen, hätte Griesheims Patrick Stumpf (11.) ins Tor und nicht nur den Pfosten getroffen. Fast im Gegenzug markierte Fehlheims Müller (11.) die Führung. Den möglichen Griesheimer Ausgleich verhinderte VfR-Schlussmann Kevin Darmstädter, der einen Kopfball von Stumpf aus dem Torwinkel holte. Mit dem 2:0 von Fritsche (34.) gaben sich die Griesheimer aber auf. Fehlheim dominierte das Geschehen fast nach Belieben, während die Gäste fast alles schuldig blieben. Mit dem 3:0 von Perchner (72.) gab es am Ende ein klares Ergebnis für die Gastgeber, die im Kampf um die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation wieder gute Karten haben.
TSV Altheim erlebt in Ginsheim ein Debakel
VfB Ginsheim – TSV Altheim 11:0 (7:0). Kein Vergeich diese Mal zum Hinspiel, als Altheim dem designierten Meister Ginsheim knapp mit 2:3 unterlag. Auch wenn TSV-Trainer Adis Ahmetovic den Ausfall einer Vielzahl von Spielern beklagen musste, so zeigten die Ersatzleute doch erhebliche Schwächen, zumal es mit dem 0:7 zur Pause auch an der Moral haperte. Dabei war das Konzept des Trainers darauf ausgelegt, tief zu stehen und möglichst lange die Null zu halten. Doch nach drei Minuten und dem 1:0 des VfB von Özer war das alles Makulatur. Zunehmend ergab sich Altheim seinem Schicksal und fing sich die nächste derbe Niederlage. Die weitere Torfolge: 2:0 Özer (16.), 3:0 Kolb (20.), 4:0 Yildiz (25.), 6:0 Wiesenäcker (31.), 7:0 Groß (38.), 8:0 Özer (61.), 9:0, 10:0 und 11:0 alle Czepecha (61./81./85.).
SV Münster – TSV Auerbach 0:2 (0:1). Münsters Trainer Naser Selmanaj sah seine Mannschaft auf Augenhöhe mit den Gästen, die mit einer Bilanz von sieben Siegen aus sieben Spielen in Münster aufwarteten. Fuller (14.) erzielte zwar das schnelle 1:0 für die TSV, doch hatte Münster in der Folge wiederholt den Ausgleich auf dem Fuß. Auch nach dem Auerbacher 2:0, für das Benaridis (59.) nach der Pause sorgte, war die Partie noch offen. Am Ende blieb es aber bei dem etwas schmeichelhaften Erfolg der Bergsträßer.
SV Münster - FC Alsbach 4:3
FC Alsbach verliert enges Kellerduell – Sascha Huy übernimmt
Nach dem Rücktritt von Trainer Steffen Gils muss der FC Alsbach den nächsten Rückschlag hinnehmen. Sascha Huy übernimmt ab Montag – kann er noch das Wunder Klassenerhalt schaffen?
Darmstadt/Darmstadt-Dieburg. In der Fußball-Gruppenliga Darmstadt hat der vom Abstieg bedrohte FC Alsbach eine turbulente Woche hinter sich. Nach dem Ergebnisdebakel von Ober-Roden, als der FCA mit 1:9 Toren unterging, bat Trainer Steffen Gils am Dienstagabend um seine Freistellung. Dem kam der Verein nach. So musste der Vereinsvorsitzende Arne Horst kurzfristig das Ruder übernehmen und stand schon am Donnerstag im Nachholspiel beim SV Münster an der Linie. Dort zeigte Alsbach wieder ein anderes Gesicht.
Korndörfer schießt SV Münster spät zum Sieg
Da auch Münster jeden Punkt benötigte, entwickelte sich ein kampfbetontes Spiel, in dem die Gäste durch Kurz (7.) schnell in Führung gingen. Münster hatte in der Folge zwar mehr Spielanteile, doch war die Abwehr des FCA aufmerksam und verteidigte konsequent. So dauerte es, ehe die Gastgeber durch Hamed (36.) zum Ausgleich kamen. Nach der Pause versteckte sich Alsbach nicht, auch wenn Hamed (52.) per Freistoß die Führung des SVM erzielte. Kurz (65.) besorgte den erneuten Ausgleich. Korndörfer (67.) konterte fast im Gegenzug mit direkt verwandeltem Freistoß zum 3:2 für Münster. In den Schlussminuten wurde es dramatisch und bitter für Alsbach. Der Ausgleich zum 3:3 durch Hassan (90.) schien die Punkteteilung zu ermöglichen, die allerdings keinem viel genützt hätte. In der Nachspielzeit verwandelte Korndörfer einen Foulelfmeter zum 4:3 für Münster, was die Gastgeber aufatmen lässt, den FC Alsbach aber ein Stück weiter in Richtung Abstieg befördert.
Michael Sobota
Fußball Groß-Gerau/Rüsselsheim
Gruppenliga: Ginsheim feiert Schützenfest, Rüsselsheim patzt
Viele Tore und überraschende Ergebnisse: Während Tabellenführer Ginsheim Aufsteiger Altheim 11:0 abfertigt, muss Dersim Rüsselsheim einen Rückschlag im Aufstiegskampf hinnehmen.
Kreis Groß-Gerau. Zwei Gesichter zeigten die Fußball-Gruppenligisten aus dem Kreis Groß-Gerau an diesem Spieltag. Tabellenführer Ginsheim und der Tabellenletzte aus Büttelborn geizten nicht mit Toren – allerdings mit unterschiedlichem Erfolg. Vom überraschenden Sieg des SV 07 Geinsheim über FSG Riedrode profitierte Dersim Rüsselsheim, denn der Tabellenzweite unterlag zu Hause gegen Groß-Bieberau.
Ginsheimer Tore-Gala gegen Altheim
VfB Ginsheim – TSV Altheim 11:0 (7:0). Ein wahres Schützenfest feierte der Tabellenführer aus Ginsheim gegen den Überraschungsaufsteiger aus Altheim, der sich in dieser Spielzeit noch nie so düpieren lassen musste. Bereits 7:0 stand es zur Halbzeit und die Partie war entschieden, anschließend ließen es die Gastgeber ruhiger angehen und freuten sich über einen souveränen Sieg und nunmehr wieder elf Punkte Vorsprung in der Tabelle auf den Verfolger aus Rüsselsheim. „So deutlich wie das Ergebnis war auch das Spiel. Wir haben dominiert, Altheim zeigte wenig Gegenwehr“, berichtet Ginsheims Trainer Jonas Schuster. Tore: 1:0 Özer (6.), 2:0 Özer (16.), 3:0 Kolb (20.), 4:0 Yildiz (25.), 5:0 Wiesenäcker (30.), 6:0 Groß (38.), 7:0 Yildiz (45.), 8:0 Özer (58.), 9:0 Czepecha (61.), 10:0 Czepecha (81.), 11:0 Czepecha (85.).
Dersim Rüsselsheim – SV 1945 Groß-Bieberau 0:1 (0:0). Wertvollen Boden im Aufstiegskampf verlor Dersim Rüsselsheim bei der Heimniederlage gegen Groß-Bieberau. Osman Aktuerk gelang das Tor für die Gäste aus dem Odenwald, die demonstrierten, warum sie in der Lage waren, vor wenigen Wochen Tabellenführer Ginsheim in die Schranken zu weisen. Dass Rüsselsheim weiter auf dem Relegationsplatz liegt, hat das Team der überraschenden Heimniederlage von Verfolger Riedrode zu verdanken. Tor: 0:1 Aktuerk (82.)
Geinsheim dreht im zweiten Durchgang auf
FSG Riedrode – SV 07 Geinsheim 2:4 (2:2). Einen überraschenden Auswärtssieg konnte der SV 07 Geinsheim beim Tabellendritten aus Riedrode feiern und bleibt damit auf dem Relegationsplatz der Gruppenliga. „Ein sehr wichtiger Auswärtssieg. Da ist heute eine Last von uns abgefallen, denn nach der Heimniederlage gegen Büttelborn am vergangenen Wochenende hatten wir etwas Druck. Da haben wir die Punkte liegen lassen, heute haben wir sie uns zurückgeholt“, sagte der sportliche Leiter der Geinsheimer Stuart Martinez. Nach einem Elfmetertor zur Führung gelang es den Gästen nicht, den Vorsprung auszubauen, und Fehler auf beiden Seiten führten zum Halbzeitstand von 2:2. Im zweiten Durchgang drehte Geinsheim auf, ging in Führung und machte in der Nachspielzeit den Sack zu. Tore: 0:1 Finger (FE, 4.), 1:1, 1:2 Frick (26.), 2:2, 2:3 Finger (81.), 2:4 Finger (90.).
SKV Büttelborn – TS Ober-Roden 0:8 (0:4). Auf die gute Leistung vom vergangenen Wochenende aufbauen wollte die SKV Büttelborn, doch dies sollte gegen die TS Ober-Roden nicht gelingen. „Eine desolate Leistung. „Wir pfeifen derzeit personell aus dem letzten Loch und hatten keine fünf Auswechselspieler“, sagte Peter Krieg vom Abteilungsvorstand. So musste sogar verletzungsbedingt Torwart Stefano Francioso als Feldspieler auflaufen, denn Felix Rossmann bekam die Chance, von Beginn an zu spielen. „Das war leider gar nichts heute, aber auch so Tage gibt es.“ Tore: 0:1 Zeise (13.), 0:2 Roth (14.), 0:3 Jozic-Naumann (16.), 0:4 Wertge (31.), 0:5 Zerfass (48.), 0:6 El Mard (49.), 0:7 El Mard (59.), 0:8 Heidenreich (62.).
Marc Schüler