24 altheim strebel chanceNoah Strebel (li) mit der besten Chance für Seckmauern in der ersten Halbzeit. Torwart Jakob Ihrig pariert den BallTSV Seckmauern – TSV Altheim 0:4 (0:2)
Tore: 0:1 Dantse (20.), 0:2 Yagmur (27.), 0:3 Brings (60.), 0:4 Dantse (65.)
Schiedsrichter: Paul Wenzek (Darmstadt) - Zuschauer: 150

 

TSV Seckmauern: Zatocil, T.Eckert, Stapp, D.Hener, J.Prostmeyer, M.Spall, Strebel (79.Arnheiter), J.Fuchs, Oppermann, Toch (60.Toch), Alili (57.D.Calis)
TSV Altheim: Ihrig, M.Barak, Sandikci, Ramicevic, Ahmetovic, Yagmur, Kwon, Brings (87.Arikan), Schemainda (69.Mustafa), Makolli (79.G.Barak), Dantse

 

Schon nach drei Minuten hätte Altheim 2:0 führen können. Jeweils nach scharfen Hereingaben in den Strafraum von Adel Ahmetovic wird einmal der Ball erst kurz vor Überschreiten der Torlinie weggeschlagen (2.), dann trifft Woosan Kwong aus vollem Lauf nur den Pfosten (3.). In der ersten Viertelstunde wird Seckmauern von der geballten Offensivkraft Altheims fast erdrückt. Erst danach kommen die Gastgeber zu ersten zaghaften Angriffen. Ein Schuß vom emsigen Jason Fuchs wird abgeblockt (17.), ein weiterer Abschluß von Lucas Oppermann wird zur Ecke abgewehrt (19.). Aus dieser entsteht ein Bilderbuchkonter der Gäste, den Sankara Dantse zum 0:1 abschließt (20.).

 

Seckmauern operiert meist mit langen Bällen, die entweder zu lang geraten oder abgefangen werden. Auch viele Fehlpässe verhindern nennenswerte Angriffe. Auf der anderen Seite spielt Altheim immer wieder gefährlich nach vorne, Konter werden meist in Überzahl gefahren. Altheim hat Seckmauern richtig im Schwitzkasten.

Das 0:2 geht dann auf die Kappe von Markus Zatocil, der sich weit vor dem Tor den Ball von Arda Yagmur abluchsen lässt und dieser nur noch das leere Tor vor sich sieht (27.). Dantse (32.), Ahmetovic (33.) und Yagmur (37.) hätten das Ergebnis weiter nach oben schrauben können. Erst kurz vor dem Wechsel meldet sich Seckmauern zurück. Noah Strebel hat die bis dahin beste Tormöglichkeit: von Daniele Toch freigespielt scheitert er mit seinem Schuß an Keeper Jakob Ihrig (45.). Die nachfolgende Ecke erwischt Dario Hener mit dem Kopf, der Ball touchiert dabei noch die Querlatte.

 

Nach einigen Umstellungen (Hener jetzt offensiver) gehören die ersten Minuten nach der Pause Seckmauern. Strebel startet einen Alleingang, wird gefoult. Den Freistoß schießt Hener über das Tor (49.). Auch ein weiterer Freistoß von Toch (50.) und eine gefährliche Hereingabe von Benet Alili (54.) bringen nichts ein. Dafür gelingt Altheims Joshua Brings nach einem weiteren sehenswerten Konter das 0:3 (60.). Mit diesem Treffer ist das Spiel gegen Seckmauern entschieden, zu dominant treten Altheims Kicker auf, als dass sie sich das noch nehmen lassen. Zatocil verhindert gegen Anis Ramicevic das 0:4 (63.), das zwei Minuten später Dantse gelingt (65.). Bei diesem Treffer stehen allein drei Spieler der Gäste frei.
Die beste Seckmäurer Torchance in der zweiten Halbzeit hat Aljosha Klewar auf dem Fuß, doch Ihrig wirft sich in seinen Schuß aus 5m Entfernung (74.).

 

Seckmauern kann aktuell in der Gruppenliga nicht (mehr) mithalten. Die Gründe dafür liegen mit der personellen Misere auf der Hand. So fehlen z.B. heute acht Stammspieler. Dieser Aderlass ist für einen Verein wie Seckmauern nicht mehr zu stemmen. So werden heute die Mittelfeldabräumer Luca Siebenlist (Urlaub) und Jannik Beck (gesperrt) schmerzlich vermisst, die beide in der Vorwoche in Fehlheim noch überzeugen. Als man im Vorfeld hört, dass sich einige Altheimer Spieler unter der Woche wegen ausbleibender Zahlungen abgemeldet haben, hoffte man insgeheim auf mögliche, negative Auswirkungen auf den Gegner. Hat es aber nicht! Altheim stellt sich in Seckmauern als spielerisch starkes und robustes Team vor, dem Seckmauern nie etwas ernsthaftes entgegensetzen kann.
Am nächsten Spieltag geht es gegen Spitzenreiter Ginsheim, dem Seckmauern in der Vorrunde die einzige Niederlage beibrachte.

 


 

24 tabelle altheim(aus echo-online.de)

 

Fußball Odenwald
TSV Seckmauern unterliegt dem TSV Altheim im Aufsteigerduell

Herber Rückschlag für den TSV Seckmauern: Trotz defensiver Umstellungen unterliegt die Oppermann-Elf dem TSV Altheim deutlich. Für den Coach war es zudem eine bittere Premiere.

 

Seckmauern. Der TSV Seckmauern hat in der Gruppenliga Darmstadt einen herben Rückschlag im Abstiegskampf einstecken müssen. Die Mannschaft von Spielertrainer Lucas Oppermann unterlag am Sonntagnachmittag Mit-Aufsteiger TSV Altheim zu Hause deutlich mit 0:4 (0:2). „Das war insgesamt eine hochverdiente Niederlage“, räumte Oppermann ein. Sein Team habe es zu fast keinem Zeitpunkt geschafft, den Schwung aus dem Fehlheim-Spiel in der vergangenen Woche mitzunehmen und die eigene Heimstärke auf den Platz zu bringen.

 

„Wer das Spiel von außen gesehen hat, muss sich gefragt haben, wie das die Mannschaft von letzter Woche gewesen sein kann. Wir waren speziell in der ersten Halbzeit nicht anwesend“, kritisierte der 39-Jährige. Die Hausherren gerieten nach einem Doppelschlag der Gäste Mitte der ersten Hälfte durch Sankara Dantse (20.) und Arda Yagmur (27.) mit 0:2 in Rückstand. Danach stellte der TSV taktisch von Vierer- auf Dreierkette um und habe, so Oppermann, mehr Zugriff auf das Spiel bekommen, jedoch den Anschlusstreffer mehrfach verpasst. Im zweiten Abschnitt sorgten dann Joshua Brings (60.) und erneut Sankara Dantse (65.) für die Entscheidung und den 4:0-Endstand.

 

TSV Seckmauern zahlt im Aufsteiger-Duell „bitteres Lehrgeld“
„Wir haben bitteres Lehrgeld bezahlt und es defensiv dem Gegner durch teils kapitale Fehler zu leicht gemacht. Altheim war spielerisch sehr stark, musste aber heute gar nicht so viel Aufwand betreiben, um uns deutlich zu schlagen“, monierte Oppermann. Dabei mussten die Odenwälder, wie schon in den letzten Wochen, auf etliche Stammspieler verzichten, weswegen auch Akteure zum Einsatz kamen, denen aktuell noch der Rhythmus fehle. „Wenn unser Kader so gerupft ist, dann sind wir einfach nicht gruppenliga-tauglich“, weiß Oppermann.

Die Niederlage bedeutete überdies für Oppermann auch das Ende der persönlichen Serie, wonach der Spielercoach seit seinem Amtsantritt in Seckmauern im Sommer 2024 noch kein Liga-Heimspiel, bei dem er selbst auf dem Platz stand, verloren hatte. Daher müsse in den nächsten Wochen auch gegen die „Top-7-Teams“ aus Ginsheim, Ober-Roden und Griesheim gepunktet werden. „Letztlich ist es eine einfache Rechnung: Wir brauchen für den Klassenerhalt dringend Punkte – am besten drei Stück pro Spiel“, erklärte Oppermann.

 

Florian Mehm

 


 

Fußball Darmstadt/Darmstadt-Dieburg
SV Groß-Bieberau sorgt für eine große Überraschung

Fußball-Gruppenligist SV Groß-Bieberau stellt Ginsheim ein Bein und bringt dem Tabellenführer die zweite Niederlage bei. Während Griesheim ein Debakel erlebt, siegt Altheim klar.

 

Darmstadt. In der Fußball-Gruppenliga hat der SV Groß-Bieberau für die Überraschung des Spieltages gesorgt. Im Spiel gegen Spitzenreiter VfB Ginsheim setzten sich die Odenwälder verdient mit 3:1 durch und fügten dem Tabellenführer die zweite Saisonniederlage bei. Ein Debakel erlebte Viktoria Griesheim beim FC Fürth und kassierte mit dem 0:5 eine knackige Niederlage. Dagegen setzte sich der TSV Altheim unerwartet deutlich mit 4:0 beim TSV Seckmauern durch. Die Partie zwischen dem SV Münster und dem FC Alsbach wurde kurzfristig auf den 15. April verlegt, da die Alsbacher personelle Probleme hatten - Münster stimmte der Verlegung zu.

 

SV Groß-Bieberau – VfB Ginsheim 3:1 (2:1). Mit einer der ersten Aktionen der Gastgeber markierte Halbig (2.) das 1:0. Die erste Viertelstunde machte Groß-Bieberau viel Druck und der Gästeabwehr das Leben schwer. Erst danach konnte sich Ginsheim etwas befreien. Daraus resultierte auch der Ausgleich des VfB durch Yildiz (26.). Groß-Bieberau ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und setzte den Tabellenführer weiter unter Druck. Der Lohn war die erneute Führung, die abermals Halbig (43.) erzielte. Auch nach dem Wiederanpfiff blieb der SV dominant und hatte die besseren Tormöglichkeiten. Bemerkenswert, weil Ginsheim über die mit Abstand treffsicherste Sturmreihe der Liga verfügt. Groß-Bieberaus Abwehr agierte aufmerksam und konsequent, was den Grundstein für den Erfolg bildete. Endgültig gesichert war der Erfolg dann mit dem 3:1, für das Marques (85.) sorgte. „Eine tolle Mannschaftsleistung in Anbetracht unserer vielen Ausfälle“, meinte Groß-Bieberaus Sportlicher Leiter Ronald Gerhardt.

 

Debakel für Viktoria Griesheim beim FC Fürth
FC Fürth – Viktoria Griesheim 5:0 (1:0). Wieder einmal zeigte die Viktoria zwei Gesichter in einem Spiel, das man im ersten Durchgang im Griff hatte. Die Gastgeber hatten nur wenig zu bestellen, während Griesheim durch Stumpf, Noah Lorenz und Aimene hochkarätige Chancen vergab. Mit der ersten Möglichkeit markierte Fürth dann aber durch Gebhardt mit dem Halbzeitpfiff die schmeichelhafte Pausenführung. Als dann aber nach der Pause Griesheim Torwart beim Abstoss den Fürther Gensel (50.) anschoss und den Ball dadurch ins eigene Tor beförderte, war es um die Griesheimer geschehen. Innerhalb von zehn Minuten kassierten die Gäste durch Gensel (61.), Gebhardt (68.) und Sielmann (71.) drei weitere Tore und quittierten damit eine derbe Niederlage. „Das ist völlig unverständlich und nicht akzeptabel“, kommentierte Griesheims Erster Vorsitzender Hans Fuß das Debakel.

 

TSV Altheim macht es in Seckmauern deutlich
TSV Seckmauern – TSV Altheim 0:4 (0:2). Unerwartet deutlich und auch in der Höhe verdient setzte sich Altheim bei den abstiegsbedrohten Odenwäldern durch. Die Gastgeber operierten mit vielen langen Bällen, die aber von Altheims Abwehr stets entschärft wurden. Auf der anderen Seite ließ man gute Möglichkeiten durch Dantse, Brings und Yagmur ungenutzt. Dann war es Dantse (22.), der für die verdiente Führung sorgte. Das schnelle 2:0 durch Yagmur (27.) verlieh den Gästen weitere Sicherheit. Nach dem Wiederanpfiff verstärkte Seckmauern seine Offensivbemühungen. Allerdings biss sich die Gastgeber an Altheims Defensive die Zähne aus. Mit dem 3:0 von Brings (60.) war die Partie dann durch. Das 4:0 durch Dantse (66.) war eine Demütigung für die Gastgeber. „Ein verdienter Erfolg, auch in der Höhe“, meinte Altheims zufriedener Trainer Adis Ahmetovic.

 

Michael Sobota

 


 

Fußball Groß-Gerau/Rüsselsheim
VfB Ginsheim und Dersim Rüsselsheim verlieren

Kein guter Tag für die Spitzenteams der Fußball-Gruppenliga. Am anderen Tabellenende bleiben für Büttelborn nach dem 2:3 gegen Riedrode wieder nur warme Worte, aber keine Punkte.

 

Kreis Groß-Gerau. Zwei überraschende Niederlagen gab es für die beiden Spitzenteams VfB Ginsheim und Dersim Rüsselsheim am Sonntag. Diese zeigen, wie ausgeglichen die Gruppenliga ist, was fast auch der Tabellendritte Riedrode zu spüren bekam, der nur durch einen Treffer in letzter Sekunde gegen Büttelborn gewann. Durch den Heimsieg gegen Fürth verließ hingegen Geinsheim den Abstiegsrang erstmals.

 

FSG Riedrode – SKV Büttelborn 3:2 (2:0). - Eine bittere Niederlage gab es einmal mehr für die SKV Büttelborn. Dank einem Treffer von Kevin Siegler in der Nachspielzeit unterlagen die Büttelborner. „Ich weiß nicht wie oft ich die Sätze gehört habe, dass wir eine bessere Mannschaft haben als es der Tabellenstand aussagt“, sagt Uli Rein von der SKV Büttelborn, wissend, dass am Ende nur die gewonnenen Punkte zählen. In Riedrode wirkte es zur Halbzeit wie eine klare Sache. Dank Kevin Siegler und einem fragwürdigen Foulelfmeter führten die Gastgeber mit 2:0. Dann kam Leon Hähner, der mit einem Doppelschlag binnen zehn Minuten den Ausgleich markierte. „Wir haben leidenschaftlich verteidigt, und toll gekämpft. In der Nachspielzeit brachte ein Missverständnis das Gegentor bringt und uns wieder um mögliche Punkte“, so Rein abschließend.

Tore: 1:0 Siegler (39.), 2:0 Asutay (45.+2 FE), 2:1 Hähner (57.), 2:2 Hähner (66.), 3:2 Siegler (90.)

 

„Dreckiger Heimsieg“ für SV Geinsheim
SV 07 Geinsheim – SV Fürth 3:1 (2:1). - „Das war für uns ein brutal wichtiger Heimsieg. Wir haben dreckig gewonnen, aber das muss auch mal sein“, freute sich der sportliche Leiter Stuart Martinez. Dabei sah es zunächst nach einem zählen Spiel aus, denn Tabellennachbar Fürth ging zuerst nach nur neun Minuten in Führung und wirkte wie die bessere Mannschaft. Erst nach etwa einer halben Stunde wachte Geinsheim auf und Brian Engel brachte sein Team mit einem Doppelschlag auf die Siegerstraße. Aufregung aber in der 60. Minute. Fabien Frick wurde bei einem Freistoß mit Gelb-Rot vom Platz geschickt. „Das hat niemand nachvollziehen können. Zwei Karten in der gleichen Aktion“, so Martinez dazu. Geinsheim kämpfte leidenschaftlich und am Ende machte Yannick Brehm mit seinem Treffer den Deckel drauf.
Tore: 0:1 Kabel (9.), 1:1 Engel (33.), 2:1 Engel (33.), 3:1 Brehm (90.+2)

 

SV 1945 Groß-Bieberau – VfB Ginsheim 3:1 (2:1). - Gleich mit der ersten Aktion trafen die Gastgeber zum 1:0 und sorgten für Verunsicherung beim Tabellenführer. Gut eine Viertelstunde brauchte das Team von Trainer Jonas Schuster um aufzuwachen, dann übernahm der VfB das Spiel und kam zum verdienten Ausgleich. Doch verpasste die Mannschaft es nachzulegen und dies wurde quasi mit der letzten Aktion vor dem Pausenpfiff bestraft. „Wir haben die beiden Tore zu den schlechtesten Zeitpunkten bekommen und uns nicht mehr davon erholt“, so das Fazit von Schuster.

Tore: 1:0 Halbig (2.), 1:1 Yildiz (21.), 2:1 Halbig (45.), 3:1 Barreto Marques (80.)

 

Dersim Rüsselsheim rutscht auf Rang drei ab
TS Ober-Roden – Dersim Rüsselsheim 1:0 (1:0). - Nicht profitieren konnte Dersim Rüsselsheim vom Ginsheimer Ausrutscher. Durch die eigene Niederlage rutschten die Rüsselsheimer sogar auf Platz 3 ab und müssen nun aufpassen, das ausgegebene Ziel Aufstieg nicht sogar komplett zu verpassen. In der 13. Minute war es Arben Mustafa, der das Tor des Tages schoss, Dersim hatte zwar Chancen, blieb aber das Glück verwehrt, das dem Team in der Vorwoche gegen Geinsheim den Sieg gebracht hatte.

Tor: 1:0 Mustafa (13.)

 

Marc Schüler

 


 

Fußball Bergstraße
Standards entscheiden das Bensheimer Fußball-Derby

Gruppenliga: TSV Auerbach kämpft erneut den VfR Fehheim nieder. SG Wald-Michelbach gewinnt gegen FC 07 Bensheim und ist sauer auf den Schiri. FSV Riedrode rückt auf Platz zwei vor.

 

Bergstraße . Bergstraße (jz/net/ü/niwa/ü). Der SV Fürth musste nach zwei Siegen in Folge wieder einen Dämpfer hinnehmen, will sich im Kampf um den Klassenerhalt davon aber nicht verunsichern lassen. Die SG Wald-Michelbach erkämpfte gegen den ebenfalls bedrohten FC 07 Bensheim drei wichtige Punkte gegen den Abstieg. Auf Tabellenplatz zwei vorgerückt ist die FSG Riedrode. Durch den Sieg im Lokalderby gegen den VfR Fehlheim gelang der TSV Auerbach in der Fußball-Gruppenliga der vierte Sieg in Folge. Das Spiel wurde bei Echo online live gestreamt. Damit stehen die Rot-Weißen im Tableau nur noch fünf Punkte hinter dem VfR, für den die Niederlage ein Rückschlag war im Kampf um den zweiten Platz, der zur Aufstiegsrelegation befähigt.

 

SG Wald-Michelbach – FC 07 Bensheim 4:3 (1:1)
Die Partie war lange ausgeglichen. Doch die Gastgeber zeigten absoluten Willen, ließen sich durch höchst zweifelhafte Schiedsrichterentscheidungen in Halbzeit eins (so Jörg Gräber, Sportlicher Leiter der SGW) nicht vom Kurs abbringen. Jonas Ripper schoss sich in der zweiten Halbzeit vielmehr den Frust von der Seele und erzielte das 3:3 und 4:3 für Wald-Michelbach sehenswert mit wuchtigen Distanzschüssen. „Das war verdient, weil unsere Mannschaft an sich geglaubt hat. Großes Kompliment ans Team, das heute gegen zwölf Mann gewonnen hat.“

07-Trainer Constantin Renner war entsprechend enttäuscht, denn nach dem 3:2 habe Bensheim „alles im Griff“ gehabt und beste Chancen zur Vorentscheidung vergeben. Was folgte, war aus Sicht Renners ein „Rückfall in alte Zeiten“. Anstatt das Spiel „zu killen“, lud Bensheim den Gegner zu leichten Toren ein.

Tore: 1:0 Mecini (9.), 1:1 Budimir (43.), 2:1 Brauch (49.), 2:2 Konietzko (53.), 2:3 Blüm (55.), 3:3, 4:3 Ripper (74., 89.). – Schiedsrichter: Filges (SV Staten). – Zuschauer: 100. – Beste Spieler: geschlossene Leistung auf beiden Seiten.

 

FSG Riedrode – SKV Büttelborn 3:2 (2:0)
„Mit den drei Punkten sind wir zufrieden, aber das Spiel war nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben“, sagte Riedrodes Sportlicher Leiter Thorsten Göck. Die Chancenverwertung der Gastgeber gegen das Schlusslicht war eher dürftig. Und nach der Halbzeit kassierte die FSG in acht Minuten zwei Tore. „Wir haben Büttelborn ins Spiel zurückkommen lassen“, sagte Göck: „Und dann mussten wir zittern“. Aramis Asuta scheiterte mit einen Foulelfmeter an Keeper Francioso. Das 2:0 hatte Asutay per Strafstoß noch sicher erzielt. „Aber wir haben dann doch noch Moral gezeigt und gekämpft“, atmete Göck nach der Zitterpartie auf. Tore: 1:0 Siegler (40.), 2:0 Asutay (45.+2, Foulelfmeter), 2:1, 2:2 Hähner (58., (66.), 3:2 Siegler (84.). – Schiedsrichter: Kunz (FV Neuenhain). – Zuschauer: 140. – Bester FSG-Spieler: Siegler.

 

SV Geinsheim – SV Fürth 3:1 (2:1)
In Sachen Leistung konnte SV-Trainer Jochen Ingelmann seiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. „Das war kein Rückschritt“, sagte er, „und das wird uns jetzt nicht aus der Bahn werfen“. Die Enttäuschung war trotzdem groß bei den Fürthern, auch weil die Gäste ihre Überzahl in der zweiten Halbzeit nicht nutzen konnten. Geinsheim spielte ab der 60. Minute mit einem Mann weniger und mauerte. „Geinsheims Abwehr war ein Block, da war kein Durchkommen“, sagte der SV-Coach: „Das ist ärgerlich – wir hätten gerne ein Unentschieden mitgenommen“. Tore: 0:1 Kabel (10.), 1:1, 2:1 Engel (35., 38.), 3:1 Brehm (90.+3). – Schiedsrichter: Aamer (Wiesbaden). – Zuschauer: 100. – Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rot (60., SVG) wegen Meckerns. – Beste SVF-Spieler: geschlossene Leistung.

 

FC Fürth – Viktoria Griesheim 5:0 (0:0)
Der neue Tabellenvierte hätte durchaus höher gewinnen können. „Wir haben noch einige gute Chancen vergeben“, sagte FC-Sportdirektor Marco Knapp, dessen Mannschaft vor allem in der zweiten Halbzeit richtig Dampf machte. „Das war eine klare Sache“, sagte Knapp. Denn Griesheim war offensiv zu harmlos und defensiv anfällig. Die FC-Abwehr hingegen war stabil – trotz fehlender Leistungsträger. „Der ganze Defensivverbund hat gut gearbeitet“, lobte der Sportdirektor. Und offensiv beobachtete Knapp tolle Momente. Das dritte Tor zum Beispiel, von Tim Gensel erzielt, zuvor aber über vier Stationen hervorragend ausgespielt. Knapp: „Das war ein gelungener Spieltag.“ Tore: 1:0 Gebhardt (46.), 2:0, 3:0 Gensel (50., 61.), 4:0 Gebhardt (68.), 5:0 Sielmann (71.). – Schiedsrichter: Wagner (Frankfurt). – Zuschauer: 180. – Beste FCF-Spieler: Nerabi, Gensel, Gebhardt.

 

TSV Auerbach – VfR Fehlheim 2:1 (2:1)
Alle Treffer fielen in der ersten Halbzeit. Zunächst traf VfR-Toptorjäger Perchner. „Das war ein schöner Angriff und ein tolles Tor“, zollte TSV-Trainer Peter Brandenburger der Aktion Respekt. Seine Mannschaft kam dann besser ins Spiel und drehte die Partie durch zwei Standards. Zunächst verwandelte Brunner einen an ihm verursachten Elfmeter, ehe Ellington Fuller nach einem Eckball per Kopf zum 2:1 traf. In der zweiten Halbzeit war Fehlheim spielbestimmend, doch „wir haben gearbeitet und gekämpft“, so Brandenburger.

VfR-Trainer Sebastian Lindner ärgerte vor allem die beiden Standards: „Wir bekommen die Tore zu einfach.“ Insgesamt sei das Spiel ein „Ebenbild des Hinspiels“ gewesen so Lindner. Tore: 0:1 Perchner (14.), 1:1 Brunner (24./Foulelfmeter), 2:1 Fuller (33.) – Schiedsrichter: Forster. – Zuschauer: 250. – Bes. Vorkommnis: Gelb-Rot für Lüderwald (90., VfR), Foulspiel. – Beste Spieler: Larkowitsch/Cameron Royo.

 

Jan Zehatschek